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Das Supertalent
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28. - 30. März: Großer Preis von Malaysia - Kuala Lumpur

04.02.14 13:21

Der Sepang International Circuit ist seit 1999 Bestandteil des WM-Kalenders. Bei seiner Premiere erlebte der 75 Kilometer von der Hauptstadt Kuala Lumpur entfernte Kurs die spektakuläre Rückkehr von Michael Schumacher nach seinem schweren Unfall beim GP von Großbritannien in Silverstone. Überlegen dominierte der Ferrari-Star das Rennen, bevor er kurz vor Schluss seinem Teamkollegen Eddie Irvine den Sieg überließ, um dessen Chancen auf den WM-Titel zu verbessern.

Schon vor dem Debüt-Rennen lobte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone den 60 Kilometer vor den Toren der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur gelegenen Kurs als "den besten der Welt". Tatsächlich setzte Sepang Maßstäbe in puncto Sicherheit und Streckendesign.

Über eine Länge von 5,543 Kilometer hat Architekt Hermann Tilke 15 Kurven und 8 Geraden verteilt und damit ein sehr abwechslungsreiches Streckenprofil geschaffen. Mit 927 Metern ist die Start- und Ziel-Gerade das längste Geradeausstück des Kurses. Die Gerade davor ist auch nur unwesentlich kürzer. Trotz der beiden jeweils knapp einen Kilometer langen Geraden sind die Boliden mit viel Flügel unterwegs. Der Abtrieb ist vor allem in den engen Kurven nach Start und Ziel sowie den schnellen Kombinationen im mittleren Streckenabschnitt notwendig. Sepang hat mit den Kurven 1, 2, 9 und 15 vier Haarnadelkurven, welche die Geschwindigkeit senken.

Malaysia-GP: 1 Runde in Kuala Lumpur

Willkommen in der Sauna!

Aufgrund des Wechsels von langsamen Kurven und langen Geraden bietet der Kurs einige Überholmöglichkeiten. Um das Überholen zu erleichtern, hat Tilke die Strecke an manchen Stellen auf bis zu 25 Meter verbreitert - üblich sind im Allgemeinen 16 Meter. Allerdings macht es die Charakteristik des Sepang Circuit sehr schwer, die Autos optimal abzustimmen. Es gilt, eine ausgewogene Mischung zu finden, die genügend Abtrieb in den Kurven bietet, gleichzeitig aber auch einen hohen Topspeed auf den Geraden erlaubt. Die Teams werden möglichst viel mit der weicheren Reifenmischung fahren.

Neben der anspruchsvollen Strecke mit vielen blinden Kurven bereitet auch das Wetter immer wieder für Probleme. Eine Lufteuchtigkeit von 80% und mehr ist keine Seltenheit, die Fahrer verlieren im Rennen bis zu 5 Kilogramm Flüssigkeit. Die nicht seltenen tropischen Regenschauer können die komplette Strecke innerhalb kürzester Zeit unter Wasser setzen.

Doch nicht nur auf die Fahrer übt Sepang eine große Faszination aus. Hautnah am Geschehen sind vor allem die 30.000 Zuschauer auf der futuristischen Haupttribüne, die der Hibiskus-Blüte nachempfunden ist - übrigens die einzige Tribüne im Formel-1-Kalender mit doppelter Vorderfront. Die Boliden fahren also nicht nur einmal an den Fans vorbei, sondern umrunden die Tribüne und rasen an dieser im Rücken der Zuschauer erneut entlang.