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Vettel verpasst Pole - startet aber klar vor Alonso

24.11.12 20:27
Sebastian Vettel, Red Bull RacingAuch mit Startplatz 4 zufrieden: Sebastian Vettel
Foto: Getty Images/Bongarts

Missmutig verfolgte Sebastian Vettel an einem Monitor in der Red-Bull-Box noch einmal seine letzte Qualifikationsrunde. Diese hatte nur für Startplatz vier am Sonntag (17.00 Uhr MEZ bei sport.de und RTL) beim Saison-Finale in Sao Paulo gereicht - doch eigentlich war der Titelverteidiger einer der Gewinner des letzten Qualifyings des Jahres.

Denn sein WM-Rivale Fernando Alonso erreicht im Qualifying nur Platz 8. Bei 13 Punkten Rückstand in der WM-Wertung muss der Ferrari-Star aber auf jeden Fall vor Vettel ins Ziel kommen, um dessen Titel-Hattrick noch zu verhindern und sich selbst zum dritten Mal zum Champion zu krönen. Eine Position machte Alonso schon vor dem Start gut, weil der Sechste des Qualfyings, Williams-Pilot Pastor Maldonado, um zehn Plätze strafversetzt wurde. Die Rennkommissare bestraften den Venezolaner, weil er nach seiner Quali-Runde nicht wie vorgeschrieben an der Waage gehalten hatte. Alonso geht damit von von Startplatz 7 ins Rennen.

Vettel reicht unabhängig von Alonsos Abschneiden in jedem Fall Rang 4 zum erneuten Titelgewinn. Er müsste also nur seinen Startplatz verteidigen. Trotz der guten Ausgangsposition war Vettel unzufrieden, denn in der entscheidenden Runde auf dem Autodromo Jose Carlos Pace kam der 25-Jährige nicht wie gewohnt auf Touren.

"Der 4. Platz ärgert mich, wobei ärgern ist übertrieben. Wir wussten, dass es eng wird", haderte Vettel. "Hier und da war ich zu schüchtern, ich habe nicht ganz das Optimum rausgeholt." Das tat Lewis Hamilton. Der Brite sicherte sich bei seinem letzten Grand Prix für McLaren die Pole Position vor seinem Teamkollegen Jenson Button und Mark Webber im zweiten Red Bull.

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Schumacher: Nur Startplatz 13 im letzten Rennen

Michael Schumacher verpasste derweil im letzten Qualifying seiner Karriere als 14. das Finale der besten 10, profitierte jedoch auch von Maldonados Strafversetzung und muss seinen Abschieds-Grand-Prix von Startplatz 13 in Angriff nehmen. "Happy bin ich natürlich nicht damit", räumte der künftige PS-Pensionär ein. Um erstmals seit sechs Rennen zum Abschluss noch einmal zu punkten, muss der Altmeister also mindestens vier Plätze gutmachen.

Mehr Hoffnungen auf den ersten Mercedes-Punkt seit fünf Rennen darf sich Nico Rosberg von Startplatz 10 machen. Force-India-Pilot Nico Hülkenberg leistete seinem Landsmann Vettel sogar ein wenig Schützenhilfe, indem er sich als 7. noch vor Alonso qualifizierte, durch die Strafe für Maldonado startet der 25-Jährige jetzt sogar von Position 6. Möglicherweise geht es für Hülkenberg in der Startaufstellung sogar noch weiter nach vorne.

Dann nämlich, wenn Ferrari den gleichen Trick wie beim vergangenen Rennen in Austin anwendet. Dort war wie jetzt in Sao Paulo Felipe Massa schneller als Ferraris Nummer 1 Alonso. In Austin hatten die Ferrari-Mechaniker deshalb vor dem Rennen das Siegel am Getriebe von Massas Dienstwagen aufgebrochen, was wie ein Getriebewechsel mit einer Strafversetzung um fünf Plätze geahndet wurde. Dadurch rückte Alonso in der Startaufstellung nach vorne. Auch in Brasilien würde der Spanier - und mit ihm Hülkenberg - profitieren, falls Massa von Startplatz 5 strafversetzt würde.

Für Timo Glock würde sich indes nichts ändern. Der Marussia-Pilot scheiterte auch im letzten Qualifying der Saison in der ersten K.o.-Runde und landete auf Platz 21. "Ich habe das Auto mehr auf Regen abgestimmt, jetzt im Trockenen war es fast unfahrbar", verriet Glock, der sich durch die Regenabstimmung Vorteile für das Rennen verspricht. Wie offenbar ach das Mercedes-Team. "Für Sonntag ist Regen vorhergesagt und dann kann sich vieles an der heutigen Rangfolge verändern", so Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug vielsagend.

"Wir konzentrieren uns auf unseren Start, die Starts waren in letzter Zeit sehr gut. Im Rennen sind wir gut unterwegs, egal ob trocken oder nass", sagte Vettel, der die Pole im letzten Rennen um 0,302 Sekunden verpasste. Obwohl ihm der 4. Rang zum dritten Titel reichen würde, setzt der Red-Bull-Pilot jedoch Kampf statt Taktik: "Es gibt genügend Beispiele, dass man auch vom 4. Platz gewinnen kann."

Alonso spielte sein Abschneiden herunter. "Ich war Siebter in Abu Dhabi, Neunter in Austin und jetzt Achter hier", sagte der Spanier. In der Wüste und in Texas fuhr er dann jeweils aufs Podium, was seinen Optimismus für Sao Paulo stärkte. "Wir müssen auf Alonso schauen und nicht dieses Rennen gewinnen", bremste Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko Vettel vorsorglich schon einmal ein. "Die Devise ist: Angriff, was geht, aber mit einem kalkulierbaren Risiko. Keine Dummheiten."

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