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Mercedes durchgereicht: "Nahezu körperlich Schmerzen"

12.05.13 17:53
Die Silberpfeile wurden im Laufe des Rennens durchgereicht. Foto: Srdjan Suki, DPA

Erst sensationell die erste Startreihe für die Silberpfeile - und dann wieder ein herber Rückschlag im Rennen: Pole-Mann Nico Rosberg landete beim Großen Preis von Spanien als Sechster wenigstens noch in den Punkten.

Der Qualifikations-Zweite Lewis Hamilton fiel aber bis auf Rang zwölf zurück. "Ich glaube es ist für die Fahrer frustrierend und für uns alle", räumte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff nach dem enttäuschend verlaufenen Europaauftakt ein. "Das ist etwas, was nahezu körperlich Schmerzen bereitet."

Mercedes entpuppt sich in der Qualifikation mit nunmehr drei Pole-Positionen in Serie zwar immer mehr als Trainingsweltmeister, aber wenn es am Sonntag drauf ankommt, stürzen die Silberpfeile regelrecht ab. Sie kommen von den Top-Teams Red Bull, Ferrari und Lotus am wenigsten mit den Reifen zurecht. "Das ist einfach unerklärlich momentan", stöhnte Rosberg genervt. "Ich bin so weit weg von dem, was mein Auto kann, um die Reifen zu schonen."

Der sechste Platz auf dem Circuit de Catalunya sei "nicht die komplette Katastrophe" und es gebe gute Punkte dafür, urteilte der 27 Jahre alte Wiesbadener. "Aber es sind halt drei Teams schneller." Nach 66 Runden raste Rosberg 1:08,020 Minuten hinter dem souveränen Sieger Fernando Alonso über die Ziellinie.

Noch schlimmer traf es Hamilton. Der Brite musste sich weitgehend wehrlos sogar überrunden lassen. "Ich kann nicht noch langsamer fahren", reagierte der Champion von 2008 während des Grand Prix auf die Aufforderung seines Renningenieurs per Boxenfunk, auf die Hinterreifen zu achten. Hamilton musste kurz nach dem Start Sebastian Vettel und Alonso sowie später zahlreiche weitere Konkurrenten quasi kampflos passieren lassen. Nach zuvor zwei dritten und zwei fünften Plätzen blieb der Nachfolger von Rekordweltmeister Michael Schumacher mit Mercedes beim fünften Saisonlauf erstmals ohne Zähler.

Für Rosberg lief es dagegen die ersten elf Runden lang blendend. Bis zu seinem ersten Boxenstopp konnte er überraschend die Spitzenposition verteidigen. Die ebenfalls Reifen wechselnden Alonso und Vettel konnten den Mercedes-Mann erst zwei Umläufe später überholen. "Der Start ist gut gelaufen. Der erste Stint war super. Und ich dachte echt: Vielleicht kann ich sogar gewinnen", berichtete Rosberg. Aber nach dem Stopp "ging es so was nach hinten los. Es war echt heftig: Vorder- und Hinterreifen, beides extrem heute."

Das enttäuschende Ergebnis übertraf sogar den Reinfall von Bahrain. Beim Wüstenrennen rutschte der ebenfalls von der Pole gestartete Rosberg auf Rang neun ab. Aber Hamilton arbeitete sich vor drei Wochen von Position neun auf Platz fünf vor. "Leider haben wir es fast nochmal getoppt", sagte Rosberg sarkastisch zum Absturz in Spanien. Jetzt ruhen seine Hoffnungen auf Besserung auf dem Grand-Prix-Klassiker Monaco in zwei Wochen: "Im Qualifying sind wir ja gut. Sehr wahrscheinlich werden wir da weit vorne sein. Da kann ich den Zug vielleicht hinter mir halten."

Wolff treibt sein Team an, das Problem möglichst schnell zu lösen: "Das Auto ist schnell. Es liegt nur an der Umsetzung mit dem vielen Sprit und über die Renndistanz, dass das Auto nur schwer funktioniert." Der Vorsitzende des Formel-1-Aufsichtsrates bei den Schwaben, Niki Lauda, pflichtete bei: "Der Mercedes ist an und für sich ein sehr gutes Auto. Für eine Runde, kann man das umsetzen. Wenn es über die Renndistanz geht und die Reifen beansprucht, die man eigentlich gar nicht mehr beanspruchen darf, geht der Schuss nach hinten los."

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