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Massa will nicht mehr den Adjutanten spielen

16.09.13 11:03
Felipe Massa und Fernando AlonsoFelipe Massa ist bedient, weil er Fernando Alonso beim Deutschland-GP 2010 vorbeilassen musste
Foto: dpa bildfunk

Die Ausgangsposition von Fernando Alonso im Kampf um die WM-Krone ist denkbar schlecht. Sieben Rennen vor Saisonende liegt der Ferrari-Pilot 53 Punkte hinter Sebastian Vettel.

Und zu allem Überfluss verliert der Spanier im Saisonfinale auch noch sein Schutzschild. Felipe Massa, dessen Vertrag von der Scuderia nicht verlängert wird, hat angekündigt, dass er in den noch verbleibenden Rennen Werbung in eigener Sache betreiben und nicht mehr Alonsos Adjutanten spielen will. "Nein, das werde ich nicht mehr machen. Jetzt greife ich an", sagte der 32-Jährige im Interview mit dem brasilianischen TV-Sender 'O Globo‘.

Massa möchte auch nach dem letzten Rennen für Ferrari am 24. November in Sao Paulo in der Formel 1 bleiben – allerdings nicht um jeden Preis und in jedem Team. "Rennen fahren, nur um Rennen zu fahren, nur um Teil der Formel 1 zu sein, ohne Chance, um den Sieg mitzufahren, das will ich nicht“, sagte Massa, der sich von seinem Abschied von Ferrari eine "Veränderung zum Besseren“ erhofft.

Zwar fuhr der Brasilianer mit den ‘Roten’ alle elf GP-Siege seiner Karriere ein, doch kam er – trotz der Vize-Weltmeisterschaft 2008 – nie über die Rolle des zweiten Mannes hinaus. Bei Ferrari erlebte er auch den bittersten Moment seiner Karriere, als er beim Deutschland-GP 2010 die Order erhielt, Alonso vorbeizulassen. “Alonso is faster than you. Can you confirm you understood that message? (Alonso ist schneller als du. Kannst du bestätigen, dass du die Mitteilung verstanden hast? )”, funkte ihm sein Renn-Ingenieur Rob Smedley zu – und wenige Kurven später ließ Massa seinen Teamkollegen vorbei. "Dieser Tag schmerzte sehr, und er schmerzte lange“, blickte Massa mit Wehmut zurück.

Vielversprechende Gespräche mit Lotus

Doch die Vergangenheit möchte er hinter sich lassen, sein Fokus liegt auf der Zukunft. Und die soll Lotus heißen, wo er seinem Nachfolger bei Ferrari, Kimi Räikkönen, nachfolgen und endlich einmal die Nummer 1 im Team sein könnte. "Wir sind in Verhandlungen. Meiner Meinung nach hat Lotus ein konkurrenzfähiges Auto, und das ist es, was ich will. Sie hatten schwierige Momente in finanzieller Hinsicht. Wir haben uns oft unterhalten, um eine Lösung zu finden, nicht nur für mich, sondern auch, damit Lotus weiterhin ein gutes Auto hat”, so Massa.

Auch von McLaren hätte er eine lockere Anfrage gehabt, aber die Gespräche seien nicht fortgesetzt worden. “Wie es weiter geht, kann ich nicht einschätzen, es ist schwierig zu sagen. Mit Lotus war der Kontakt sehr gut.”

Die Brasilianer drücken Massa jedenfalls die Daumen, dass er der Formel 1 erhalten bleibt. Sollte der Vize-Weltmeister von 2008 kein Team finden, wäre das rennsport-verrückte Land, das mit Ayrton Senna, Emerson Fitipaldi und Nelson Piquet drei Weltmeister stellt, erstmals seit 1969 nicht in der ‘Königsklasse’ des Motorsports vertreten.

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