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Das Punktesystem im Profiboxen

12.03.12 14:30
Vitali Klitschko vs. Odlanier SolisVitali Klitschko vs. Odlanier Solis
Foto: Getty Images/Bongarts

Das '10-Points-Must-System' ist die heute übliche Art der Punktewertung im Profiboxen. Dabei bekommt der Sieger der Runde zehn Punkte, der Verlierer neun, bei einem erlittenen Niederschlag in aller Regel acht, bei zwei Niederschlägen sieben. Falls eine Runde unentschieden gewertet wird, erhalten beide Boxer zehn Punkte.

Verwarnungen werden erst nach Ende des Kampfes vom Punktekonto abgezogen. Gewinnt beispielsweise ein Boxer bei einem Zwölfrunden-Kampf alle Runden und gibt es keinen Niederschlag und keine Verwarnung, lautet das Urteil 120 - 108.

Welcher der beiden Kontrahenten eine Runde für sich entscheidet, hängt im Profi-Geschäft von vier Faktoren ab. Im Gegensatz zum Amateur-Boxen entscheiden nicht allein die Treffer über das Resultat. Die drei Ringrichter vergeben ihre Punkte nach folgenden Kriterien.

1.Effektivität: Entscheidend ist, welcher Boxer aggressiver auftritt, mehr riskiert und den Fight prägt. Besonders in den USA lassen sich die Punktrichter von einem aggressiven Auftreten beeindrucken.

2.Verteidigung: Auch eine überzeugenden Defensivarbeit schlägt sich auf den Punktezetteln nieder. Im Extremfall kann ein Boxer eine Runde für sich entscheiden, ohne einen Schlag gesetzt zu haben.

3.Ringbeherrschung: Das Zentrum des Ringes ist nicht umsonst ein heiß umkämpftes Terrain. Der den Kampf dominierende Boxer trägt seinen Fight meist aus der Ringmitte vor.

4.Wirkungstreffer: Nicht allein die Anzahl der Schläge entscheidet über die Punkteverteilung. Besonders im Schwergewicht zählen Schlaghärte und saubere Treffer. Ein Schlagfeuerwerk auf die gegnerische Deckung findet bei den Ringrichtern kaum Anerkennung.

Drews: So wird im Profiboxen gewertet

Niederschlag: Erkennt der Ringrichter auf regulären Niederschlag und zählt den getroffenen Boxer an, erhält sein Gegner nicht nur die Runde (10 zu 9), sondern der getroffenene Boxer einen Punkt abgezogen. (10 zu 8). Falls der getroffene Boxer die Runde klar gewonnen hätte, wird nur mit 10 zu 9 für den niederschlagenden Boxer gewertet. Dieser gewinnt die Runde also in jedem Fall - fraglich nur, ob mit einem oder zwei Punkten Unterschied. Weitere Niederschläge haben zusätzliche Punktabzüge zur Folge.

Verwarnung: Begeht ein Boxer wiederholt ein Foul (Tiefschlag, Klammern, unerlaubter Kopfeinsatz), wird ihm nach Verwarnung durch den Ringrichter ein Punkt abgezogen. Bei einem absichtlichen Foul, das nicht sofort mit der Disqualifikation geahndet wird, gibt es zwei Punkte Abzug für den Foulenden. Kann der Kampf wegen des Fouls nicht fortgesetzt werden, folgt die Disqualifikation.

Bei den unabsichtlichen Fouls gilt: Kann der Kampf nicht fortgesetzt werden und sind bei einem WM-Kampf noch keine vier Runden absolviert, gibt es abhängig vom Verband entweder einen 'NO CONTEST', oder die Punkrichterzettel werden ausgewertet.

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Das Punktesystem im Profiboxen - RTL.de
Mit dem Live-Scoring vom RTL-Box-Experten Luan Krasniqi sind Sie Runde für Runde informiert, wie es im Fight gerade steht.
http://www.rtl.de/cms/sport/boxen/news/das-punktesystem-im-profiboxen-20028-adb7-96-155767.html
http://autoimg.rtl.de/autoimg/475194/1500x1500/bild.jpg
Klitschko, Boxen, Schwergewicht, Luan Krasniqi, Live-Scoring, Punktrichter, 10-Points-Must-System
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