Spektakuläre Wende im Mordfall Peggy K.: Wird Leiche des vermissten Mädchens gefunden?

Polizei: "Hinweise auf einen möglichen Leichenablageort"

Seit 2001 fehlt von der kleinen Peggy K. jede Spur. Immer wieder suchte die Polizei nach der Leiche des damals neunjährigen Mädchens. Mehrere Hundertschaften durchkämmten die Wälder und Gewässer rund um den oberfränkischen Ort Lichtenberg - die Bundeswehr suchte sogar mit Tornados und Wärmebildkameras. Doch immer ohne Erfolg. Jetzt bahnt sich eine spektakuläre Wende an. Wird Peggys Leiche endlich gefunden?

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Peggy Lichtenberg vermisst
Die Ermittler suchen in einem Haus in Lichtenberg nach der Leiche von Peggy. © dpa, David Ebener

"Im Zuge der von der Staatsanwaltschaft Bayreuth und der Kriminalpolizeiinspektion Bayreuth im Mordfall Peggy K. durchgeführten Ermittlungen haben sich Hinweise auf einen möglichen Leichenablageort ergeben, denen derzeit nachgegangen wird", heißt es in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Bayreuth. Woher die Hinweise stammen, will die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitteilen. "Die Suchmaßnahmen finden hier in Lichtenberg in einem Wohnhaus statt." Bislang brachte die Suche aber keinen Erfolg.

Laut 'Bild' nahmen die Ermittler den vorbestraften Kinderschänder Robert E. fest. Sie suchen offenbar in seinem Haus nach der Leiche von Peggy. Es liegt nur wenige hundert Meter vom Elternhaus des Mädchens entfernt. Morgen sollen Grabarbeiten im Hinterhof des Hauses beginnen. Das Technische Hilfswerk hat Bagger und Geräte bereitgestellt um vor Ort nach Peggys Leiche zu suchen.

Die Polizei bestätigte RTLaktuell.de, dass derzeit Personen befragt werden, die in direktem Zusammenhang mit dem durchsuchten Objekt stehen. Robert E. war bereits 2001 ins Visier der Ermittler geraten, weil ein Kinderhemd bei ihm gefunden wurde, das möglicherweise Peggy gehörte.

Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt

Peggy war vor zwölf Jahren auf dem Nachhauseweg spurlos verschwunden. Drei Jahre später wurde der geistig behinderte Ulvi K. wegen Mordes an dem Mädchen vom Landgericht Hof verurteilt. K. legte ein Geständnis ab, das kleine Mädchen getötet zu haben, um den Missbrauch an ihr zu vertuschen. Dieses Geständnis widerrief er jedoch später. Auch ein Hauptbelastungszeuge zog seine Aussage zurück. Erst vor einigen Tagen wurde die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt. Rechtsanwalt Michael Euler betonte, er könne Ulvi K.s Unschuld beweisen. Auch die Staatsanwaltschaft Bayreuth ermittelt.

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