Deutsche Schüler gegen Kaution entlassen
21.05.10
Die mutmaßlichen Täter Azad E. und Armann P.Foto: AUTOIMPORT
Gegen Kaution freiglassen
Der Vorwurf klingt unglaublich: Zwei Abiturienten aus Lübeck sollen auf einer Klassenfahrt nach England eine 15-jährige Schülerin aus Bremen vergewaltigt haben. Das Mädchen vertraute sich einer Lehrerin an, die daraufhin die britische Polizei alarmierte. Diese nahm die beiden jungen Männer sofort fest.
Bis heute waren die beiden Lübecker Schüler in London in Untersuchungshaft. Jetzt sind sie gegen Kaution frei gekommen. Die Kaution wurde vom Gericht auf 10.000 Pfund (knapp 12.000 Euro) festgesetzt. Dafür dürfen die Schüler bis zum Prozessbeginn nach Hause zurückkehren. In Deutschland müssen sie innerhalb von 48 Stunden nach der Ankunft ihre Pässe bei der Polizei abgegeben und dürfen außer zum Prozess nicht ins Ausland reisen.Die Gerichtsverhandlung gegen die Schüler werde am 14. Juli in London stattfinden, sagte ein Sprecher.
Während einer ausschweifenden Party in einem Londoner Jugendhotel mit viel Alkohol sollen die beiden 19-jährigen Gymnasiasten angeblich über die 15-jährige Realschülerin hergefallen sein, das Mädchen zum Oralverkehr gezwungen haben. Angeblich sollen Azad E. und Armann P. sogar die Tat mit ihrem Handy gefilmt haben.
Bis heute waren die beiden Lübecker Schüler in London in Untersuchungshaft. Jetzt sind sie gegen Kaution frei gekommen. Die Kaution wurde vom Gericht auf 10.000 Pfund (knapp 12.000 Euro) festgesetzt. Dafür dürfen die Schüler bis zum Prozessbeginn nach Hause zurückkehren. In Deutschland müssen sie innerhalb von 48 Stunden nach der Ankunft ihre Pässe bei der Polizei abgegeben und dürfen außer zum Prozess nicht ins Ausland reisen.Die Gerichtsverhandlung gegen die Schüler werde am 14. Juli in London stattfinden, sagte ein Sprecher.
Während einer ausschweifenden Party in einem Londoner Jugendhotel mit viel Alkohol sollen die beiden 19-jährigen Gymnasiasten angeblich über die 15-jährige Realschülerin hergefallen sein, das Mädchen zum Oralverkehr gezwungen haben. Angeblich sollen Azad E. und Armann P. sogar die Tat mit ihrem Handy gefilmt haben.
Keine Hinweise auf Verletzung der Ausichtspflicht
"Wir sind erschüttert über die Massivität der Vorwürfe. Die Untersuchungen laufen, und die Schule bemüht sich um Aufarbeitung und um Verarbeitung der Geschichte. Denn jeder, der auf der Klassenfahrt dabei war, ist natürlich entsetzt", so Thomas Schunck vom Bildungsministerium des Landes Schleswig-Holstein.Freunde und Mitschüler der Angeklagten wollen nicht glauben, dass an den Vorwürfen etwas dran ist - darunter auch Dogan D., Freund von Azad E.: "Wir sind sehr bestürzt darüber und können das nicht glauben! Das sind eigentlich ganz ordentliche Typen!"
Das 15-jährige, mutmaßliche Opfer ist inzwischen nach Bremen zurückgekehrt. Dort soll es von der Polizei vernommen werden. Überprüft wird auch, ob die Lehrer der Lübecker Schule ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Sollten Azad E. und Armann P. in England verurteilt werden, könnte die Strafe höher ausfallen als in Deutschland.
"In Deutschland würden sie möglicherweise als Heranwachsende nach dem Jugendstrafrecht verurteilt werden. In England besteht diese Möglichkeit nicht", weiß Georg Strittmatter, Rechtsanwalt. In England könnte das Strafmaß sogar lebenslänglich betragen.
Die Lehrerin, die die Klassenreise begleitet hatte, ist inzwischen zum Geschehensablauf befragt worden. "Es war ein langes und sehr ernstes Dienstgespräch. Danach haben wir keine Hinweise darauf, dass es eine Verletzung der Aufsichtspflicht gegeben hat", sagte Ministeriumssprecher Thomas Schunck.







