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Bombige Trauung: Fliegerbombe lag am Standesamt

23.04.10

Foto: dpa bildfunk

An diese Hochzeit werden sich das Brautpaar und ihre Gäste wohl immer erinnern können: Während sich Braut und Bräutigam auf das wichtigste Wort des Tages vorbereiteten, fanden Bauarbeiter draußen vor dem Standesamt am Rathaus Charlottenburg in Berlin eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Bevor die Hochzeitsgesellschaft und die Nachbarn in Sicherheit gebracht wurden, durfte das Paar aber noch 'Ja' sagen – mit dem Segen der Polizei.

Um den russischen Blindgänger zu entschärfen, mussten insgesamt 170 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Von der Evakuierung waren neben Wohnhäusern die Zentrale des Malteser Hilfsdienstes, zwei Schulen und eine Kindertagesstätte betroffen. Auch einige Mitarbeiter des Rathauses Charlottenburg-Wilmersdorf mussten ihre Büros verlassen.

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Blindgänger mit starker Schlagkraft

Nach Polizeiangaben war die russische 100-Kilo-Bombe beim Einschlag in die Erde während des Zweiten Weltkrieges beschädigt worden, aber nicht detoniert, der Zünder blieb unversehrt. Dadurch besaß der Blindgänger nach wie vor eine starke Schlagkraft.

Immer wieder werden in Berlin auch 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges Blindgänger gefunden. Erst Anfang April entdeckten Bauarbeiter am Strausberger Platz, am Ostkreuz und am Flughafen Tegel Fliegerbomben. Der Senat vermutet, dass im Berliner Boden noch etwa 3.000 Blindgänger unter der Erde liegen. 25 bis 40 Tonnen jährlich würden die Einsatzkräfte finden.

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