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So funktioniert die Landtagswahl in NRW

06.05.10

Foto: dpa bildfunk

Zur Landtagswahl am 9. Mai 2010 sind in Nordrhein-Westfalen rund 13,5 Millionen Wahlberechtigte aufgefordert, mindestens 181 Abgeordnete in den Landtag zu wählen. Für 930.000 junge Wähler ist es die erste Landtagswahl.

Der Landtag wird alle fünf Jahre gewählt. Das Wahlergebnis bildet die Ausgangsbasis für die Wahl des Ministerpräsidenten und die Verabschiedung der Gesetze. Im Parlament sind mindestens 181 Sitze zu vergeben. 128 der 181 Abgeordneten werden direkt in den Wahlkreisen gewählt. Die übrigen Mandate werden aus den Landeslisten der an der Sitzverteilung teilnehmenden Parteien besetzt.

Alle Parteien, die mindestens fünf Prozent der Stimmen erhalten haben, ziehen in den Landtag ein. Die Kandidatinnen und Kandidaten, die in ihrem Wahlkreis die meisten Stimmen bekommen haben, sind direkt in den Landtag gewählt. Derzeit gehören dem Landtag 187 Abgeordnete an.

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Erstmals zwei Stimmen

Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und mindestens ab dem 23. April 2010 (dem 16. Tag vor der Wahl) in Nordrhein-Westfalen wohnen. Wählbar ist jeder Wahlberechtigte, der am Wahltag seit mindestens drei Monaten in Nordrhein-Westfalen wohnt. Ihre Stimmen können die Bürgerinnen und Bürger am Wahltag zwischen 8 und 18 Uhr persönlich und geheim abgeben. Benötigt werden lediglich der Personalausweis und die Wahlbenachrichtigung. Ebenfalls kann per Briefwahl gewählt werden.

Erstmals können bei der Landtagswahl in diesem Jahr - wie auch bei der Bundestagswahl - auf jedem Stimmzettel zwei Kreuze gemacht werden. Bisher gab es nur eine Stimme, die sowohl für die Partei, als auch für den Wahlkreiskandidaten der Partei zählte. Jetzt können Wähler mit der Erststimme in der linken Spalte des Stimmzettels eine konkrete Person aus ihrem Wahlkreis unterstützen, die für den Landtag kandidiert. Auf der rechten Seite des Stimmzettels können sie die sogenannte Zweitstimme für die Landesliste einer Partei vergeben.

25 Parteien wollen in das Parlament einziehen. "Wir haben damit deutlich mehr Listen als bei der letzten Landtagswahl", teilte Landeswahlleiterin Helga Block mit. 2005 standen 15 Listen zur Wahl. Block führte den Anstieg darauf zurück, dass die Wähler erstmals zwei Stimmen haben.

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