Sensationsurteil in Rom: Handy verursachte Hirntumor

Handy verursacht Hirntumor
Italiens höchstes Gericht ist der Auffassung, dass ein Gehirntumor eines italienischen Geschäftsmannes durch Telefonieren verursacht wurde. © MEV-Verlag, Germany, Witschel Mike

Gericht: Zusammenhang zwischen der Telefonie und dem Tumor

Es könnte ein wegweisendes Urteil sein: Italiens höchstes Gericht ist der Auffassung, dass ein Gehirntumor eines italienischen Geschäftsmannes durch täglich stundenlanges Telefonieren mit seinem Mobiltelefon verursacht wurde. Dem Kläger, mittlerweile behindert, stehe deshalb eine Invalidenrente zu.

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Innocente Marcolini hatte mehr als zwölf Jahre täglich bei der Arbeit rund sechs Stunden mit seinem Handy telefoniert. Daraufhin erkrankte er. Diagnose: Hirntumor. Das Gericht ist sich sicher: Der logische Zusammenhang zwischen der Handynutzung und dem Tumor sei gegeben. Das berichtet die 'Augsburger Allgemeine'.

Folgt nun eine Prozess-Flut?

Marcolinis Anliegen sei es, dass die Leute über die Risiken aufgeklärt würden, so der 60-Jährige. Besonders Eltern sollten wegen des Risikos für ihre Kinder gewarnt sein.

Erwartet wird nun eine Flut von Prozessen. Ob das Grundsatz-Urteil aus Italien Auswirkungen auf die deutsche Rechtsprechung hat, ist noch unklar. Bislang haben Studien keinen Zusammenhang von Handys und Gehirntumoren bewiesen. Die Weltgesundheitsorganisation sagt jedoch, dass Mobiltelefone möglicherweise Krebs verursachen können.

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