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Dschungelcamp 2013: Kandidat Helmut Berger

13.01.13 17:29
Dschungelcamp 2013: Kandidat Helmut BergerWeltstar Helmut Berger kämpft im Dschungelcamp 2013 um die Dschungelkrone.
Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Der Weltstar ist der Sohn einer Hoteliersfamilie

Weltstar Helmut Berger musste aus gesundheitlichen Gründen die siebte Stafffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" nach dem dem zweiten Tag verlassen. Für ihn rückte "Klaus & Klaus"-Sänger Klaus Baumgart nach.

Helmut Berger wurde 1944 als Sohn einer Hoteliersfamilie im österreichischen Bad Ischl geboren und in den ersten Jahren seines Lebens von seiner Mutter alleine großgezogen. Seine Kinder- und Jugendjahre verbrachte er in Salzburg, wo er ein Internat besuchte. Der Wunsch Schauspieler zu werden, äußerte sich schon früh. Obwohl der Dschungelcamp-Kandidat kein Interesse an der Gastronomie und Hotellerie hatte, arbeitete er zunächst in diesem Bereich. Das Ziel der Schauspielerei verlor er dennoch nie aus den Augen.

Im Alter von 18 Jahren zog er nach London, wo der Dschungel-Kandidat von einem Fotografen entdeckt und für Werbefilme und Modeaufnahmen engagiert wurde. So machte er zum Beispiel Werbung für den Sherry "Fino la Ina". Helmut Berger ging nach Perugia, wo er im Jahr 1964 dem Regisseur Luchino Visconti begegnete. Visconti war vom ersten Augenblick an fasziniert vom jungen Berger, der als Fotomodel und Filmstatist arbeitete. Diese Begegnung beinflusste Helmut Bergers Leben zutiefst, er wurde Viscontis Lebensgefährte.

Luchino Visconti gab Berger seine erste Rolle in "La Strega Bruciata Viva" in dem Episodenfilm "Hexen von Heute" (1967). Seinen internationalen Durchbruch als anerkannter Schauspieler hatte Dschungelcamp-Kandidat Helmut Berger als Martin von Essenbeck in Viscontis "Die Verdammten" (1969), für die er eine Golden-Globe-Nominierung als bester Nachwuchsdarsteller erhielt. Helmut Bergers eindrucksvolle Leistung machte ihn über Nacht zum Star. In seiner wohl bekanntesten Szene überhaupt persifliert Berger in dieser Rolle die Lola, wie sie von Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" gespielt wird. Er spielte auch in "Das Bildnis des Dorian Gray" (1970), neben Burt Lancaster in Viscontis "Gewalt und Leidenschaft" (1974) oder mit Al Pacino, Diane Keaton und Andy Garcia in Francis Ford Coppolas "Der Pate III" (1990).

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Der Dschungelcamp-Kandidat hat ein bewegtes Leben

Als der Höhepunkt von Bergers schauspielerischem Schaffen gilt Viscontis "Ludwig II.", in dem er den bayerischen König von der blühenden Jugend bis zum bitteren Ende porträtierte und dabei den von eigenen Schwächen und psychischen Untiefen gezeichneten, nervös-paranoiden Verfall des Herrschers nachzeichnete. Seine Fähigkeit, gleichwohl Feinsinn und Verfolgungswahn darzustellen, begeisterte Publikum und Kritiker. Helmut Berger wurde durch diese Rollen zum Weltstar. Der Dschungel-Kandidat modelte für Modezeitungen und zierte als erster Mann überhaupt das Cover der Zeitschrift "Vogue", die ihn als "schönsten Mann der Welt" bezeichnete. Helmut Berger galt – auch durch seine Freundschaften mit großen Stars wie Romy Schneider - als Mann des Jetsets und führte ein extravagantes Leben. Er war Stil-Ikone der 1960er und 1970er Jahre. Die Medien berichteten über seine ausschweifenden Partys und zahlreichen Affären.

Der Tod Viscontis 1976 stürzte Helmut Berger in eine tiefe persönliche Krise. Viscontis Testament, in dem Berger als Erbe eingesetzt wurde, war nicht mehr auffindbar. Im Zuge der Produktion des Films "Der Tollwütige" ließ sich der Dschungelcamp-Kandidat an der Seite von Marisa Mell für den italienischen Playboy nackt ablichten. Es folgten ab Ende der 1970er-Jahre neben Auftritten in kleineren Produktionen auch Arbeiten für das Fernsehen. Genau wie zahlreiche andere Hollywood Gast-Stars (z.B. Rock Hudson oder George Hamilton) spielte auch er in "Der Denver-Clan" mit. Diese weltweit bekannte TV-Serie zog Millionen von Zuschauern in ihren Bann. Neben seinem filmischen Schaffen ist Helmut Berger wegen seines ausschweifenden Lebens und seiner offen bekannten Bisexualität ein immer wieder gern gesehener Gast in Talksendungen. Unter anderem erzählte er von erotischen Abenteuern mit Rudolf Nurejew, Britt Ekland, Anita Pallenberg, Ursula Andress, Nathalie Delon, Elizabeth Taylor, Jerry Hall, Bianca und Mick Jagger.

Im Jahr 1992 spielte Berger im Video zu "Erotica" von Madonna mit. Sie bezeichnete ihn als ihr Idol. In seiner im Jahr 1998 erschienenen Autobiographie "Helmut Berger – Ich, die Autobiografie"bezeichnet er sich als Viscontis Witwe. Sein Leben teilt er wie seine Autobiographie in Phasen vor, mit und nach Visconti ein. Im Jahr 2008 spielte er die Hauptrolle in Peter Kern's Film "Blutsfreundschaft", der im Februar 2010 auf der Berlinale lief und im Herbst 2010 in die deutschen Kinos kam. Nach mehr als dreißig Jahren in Rom zog es Helmut Berger zurück nach Salzburg, wo er heute lebt.