Historischer Hintergrund der "Hindenburg"
09.12.10

Das größte Luftfahrzeug
Das Zeppelin LZ 129 „Hindenburg“, benannt nach dem deutschen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg, galt als Meisterwerk der Ingenieurskunst (Chefkonstrukteur Ludwig Dürr), Propagandamaschine der Nazis und Luxusliner der Reichen. Mit 246,7 Metern Länge, 44,7 Metern Höhe, 46,8 Metern Breite, einem Durchmesser von 41,2 Metern und einem Dienstgewicht von durchschnittlich 215 Tonnen (Leergewicht 118 Tonnen) ist sie bis heute das größte je gebaute Luftfahrzeug.
Gefüllt war das Luftschiff mit leicht entzündlichem Wasserstoff. Die Alternative Helium entfiel aufgrund des Exportverbots der USA (als einziger Helium-Lieferant) sowie dem Hintergrund des aufstrebenden Nationalsozialismus und der damit verbundenen Befürchtung, dass die „Hindenburg“ kriegstauglich werden könnte. Als Antrieb dienten vier speziell entwickelte Daimler-Benz-Dieselmotoren in stromlinienförmigen Gondeln, die paarweise unter dem Rumpf angebracht waren. Das Schiff erreichte eine Marschgeschwindigkeit von 125 km/h und verfügte über eine Reichweite von 16.000 Kilometern. Die Außenhülle des Zeppelins bestand aus Baumwollbahnen und Leinen, welche mehrmals mit Cellon gestrichen war, zum Zweck größerer Wetterbeständigkeit.
Gefüllt war das Luftschiff mit leicht entzündlichem Wasserstoff. Die Alternative Helium entfiel aufgrund des Exportverbots der USA (als einziger Helium-Lieferant) sowie dem Hintergrund des aufstrebenden Nationalsozialismus und der damit verbundenen Befürchtung, dass die „Hindenburg“ kriegstauglich werden könnte. Als Antrieb dienten vier speziell entwickelte Daimler-Benz-Dieselmotoren in stromlinienförmigen Gondeln, die paarweise unter dem Rumpf angebracht waren. Das Schiff erreichte eine Marschgeschwindigkeit von 125 km/h und verfügte über eine Reichweite von 16.000 Kilometern. Die Außenhülle des Zeppelins bestand aus Baumwollbahnen und Leinen, welche mehrmals mit Cellon gestrichen war, zum Zweck größerer Wetterbeständigkeit.
04. März 1936: Die Jungfernfahrt der "Hindenburg"
Nach fünf Jahren Bauzeit trat die „Hindenburg“ am 4. März 1936 ihre Jungfernfahrt an und wurde am 19. März 1936 an die Deutsche Zeppelin-Reederei DZR übergeben. Von der Inbetriebnahme bis zum Unglück am 6. Mai 1937 legte sie etwa 337.000 Kilometer in 63 Fahrten zurück. Im Rahmen der kommerziellen Passagierfahrt fuhr das Luftschiff zehnmal in die USA (Lakehurst) und siebenmal nach Brasilien (Rio de Janeiro). Die durchschnittliche Fahrtzeit in die USA betrug 59, zurück wegen der günstigeren Luftströmungen 47 Stunden. Das Zeppelin verfügte über zwei Decks im Inneren des Auftriebskörpers und bot den Passagieren einiges an Luxus: Schlafkabinen mit fließend warmen Wasser, Speisesaal, Aussichtsterrassen, Live-Pianomusik und einen Rauchsalon (in dem sich das einzige Feuerzeug an Bord befand).Die „Hindenburg“ verunglückte am 6. Mai 1937 bei der Landung in Lakehurst während einer Linienfahrt im Rahmen des Nordamerika-Programms. Auf Grund eines Gewitters verzögerte sich die Landung. Bei dieser brach im Heckteil des Schiffs ein Wasserstoff-Feuer aus, welches sich rasend schnell ausbreitete und das Luftschiff in der Folge in einem gigantischen Feuerball verbrennen ließ. Die Hindenburg verlor ihren statischen Auftrieb und sank innerhalb einer halben Minute zu Boden. Durch das Feuer entzündete sich der Dieselkraftstoff. 35 der 97 Personen an Bord befindlichen Personen (61 Besatzungsmitglieder und 36 Gäste) kamen bei der Katastrophe ums Leben. Es war das größte Unglück in der zivilen Luftschifffahrt nach dem Ersten Weltkrieg. Die genaue Ursache des Unglücks konnte trotz aufwendigster Untersuchungen nie vollständig geklärt werden.
Das Ende der „Hindenburg" brannte sich als eine der großen Technik-Katastrophen des 20. Jahrhunderts in das Gedächtnis ein und markierte das Ende der Verkehrsluftschifffahrt.







