Schmutziges Geschäft: Kriminelle stellen illegale Altkleider-Container auf

Rund 500 Euro pro Tonne Altkleidung

Altkleider sind ein begehrtes Gut. Rund 250 Millionen Euro verdienen die Verwerter in Deutschland pro Jahr mit dem Sammeln und Verkaufen. Doch immer mehr illegale Anbieter wollen auch mitverdienen und stellen nicht genehmigte Container auf.

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Kriminelle wollen auch an Altkleidern verdienen
Immer mehr illegale oder zumindest dubiose Altkleidercontainer werden in Deutschland aufgestellt. © dpa, Hendrik Schmidt

Jeder Deutsche spendet im Jahr etwa 10 Kilo Textilien und Schuhe. Etwa 50 Prozent davon sind wiederverwendbar. 40 Prozent werden recycelt als Putzlappen oder Dämmstoff und die restlichen 10 Prozent wandern in den Müll.

Rund 10.000 Leute arbeiten in der Altkleiderbranche und verdienen damit ihr Geld. Wer sicher gehen will, dass seine Kleiderspende an Bedürftige geht, muss zur Kleiderkammer gehen. Denn von dort werden die Klamotten meist an Sortierwerke verkauft. Diese bezahlen rund 500 Euro pro Tonne.

Altkleider-App zeigt genehmigte Container an

Der hohe Preis der Altkleider lockt aber auch Betrüger an: Hunderte illegale oder zumindest unseriöse Container stehen inzwischen in deutschen Städten. Wer die Container aufstellt ist allerdings nur selten nachzuvollziehen. In Bremen werden solche Container deshalb einfach mit Folie verschlossen, in Hamburg werden sie abtransportiert und zwischengelagert.

Durch die Betrüger werden die sammelnden gemeinnützigen Vereine wie Kindergärten oder kirchliche Gemeinden empfindlich geschädigt. Denn diese benötigen den Erlös aus Altkleidersammlungen, um ihre gemeinnützige Arbeit zu finanzieren.

Wer für seine Kleidung genehmigte Container sucht, kann dafür eine Altkleider-App auf dem Smartphone nutzen. Weiterhin wird auch geraten, dass man bei den Aufstellerfirmen einfach anruft: Existiert der Telefonanschluss nicht, sollte die Spende besser in einen anderen Container.

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