Schichtarbeit kann krank machen

Darum schadet uns Schichtarbeit
Darum schadet uns Schichtarbeit Experten fordern spezielle Dienstplan-Regeln 00:02:54
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Erhöhtes Krebsrisiko

Wer mal nachts um 3 Uhr, mal um 6 Uhr morgens, mal um 15 Uhr mittags anfangen muss zu arbeiten, lebt ständig gegen den eigenen Bio-Rhythmus. Millionen von Menschen versuchen in Deutschland Tag für Tag, den Schlaf auszutricksen und dann hellwach zu werden, wenn sie eigentlich müde sein sollten. Doch diese Lebensweise fordert ihren Tribut: Ab Mitte 40 hat ein Viertel der Schichtarbeiter Schlaf- oder andere gesundheitliche Probleme, wie Statistiken zeigen.

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Schlafstörungen, Magen-Darm-Erkrankungen wegen der unregelmäßigen Essenszeiten, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind mögliche Folgen des ständigen Durcheinanderbringens von Nacht und Tag.

Knapp 60 Prozent der etwa 42 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten gelegentlich bis regelmäßig im Schichtdienst. Davon sind drei Millionen oft oder immer nachts zwischen 23 Uhr und 6 Uhr morgens beschäftigt. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz rät dazu, die Anzahl der Nachtschichten am Stück zu begrenzen.

"Wir empfehlen nicht mehr als drei Nachtschichten hintereinander. Angestellte sollten bei ihren Diensten vorwärts rotieren. Das heißt: von der Frühschicht auf die Spätschicht auf die Nachtschicht wechseln, danach einen möglichst langen Block frei haben", erklärt Frank Brenscheidt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Mindestens 24 Stunden Freizeit sind als Erholungsphase angebracht, besser wäre ein noch längerer Zeitraum.

Den Mitarbeitern ausreichende Erholungsphasen zu gewährleisten, ist Aufgabe der Arbeitgeber. Und die haben teilweise schon spezielle Lösungen gefunden, wie unser Video zeigt.

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