"RTL - Wir helfen Kindern"-Patin Elena Bruhn: "Die Hexenkinder Nigerias brauchen dringend unsere Hilfe!"

Patin Elena Bruhn sammelt Spenden für 'Hexenkinder'
Patin Elena Bruhn sammelt Spenden für 'Hexenkinder' "Sie brauchen dringend unsere Hilfe!" 00:03:16
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Hopes Schicksal ist kein Einzelfall

"Ich war einfach nur geschockt, als ich das Bild von Hope gesehen habe, wie er dem Tode nahe aus Anjas Wasserflasche trinkt. Mit war sofort klar, auch ich MUSS etwas für die Hexenkinder tun", erklärt "Explosiv"-Moderatorin Elena Bruhn. Die 38-jährige Mutter bezieht sich auf das Foto, das Anfang 2016 um die Welt ging. Es zeigt die dänische Entwicklungshelferin Anja Ringgren Lovén, die einem kleinen, bis auf die Knochen abgemagerten, nackten Jungen in einem nigerianischen Dorf aus einer Flasche Wasser reicht. Ein schreckliches Bild mit Folgen.

"Zwei Jahre war der Junge damals alt und man schätzt, dass er acht Monate völlig alleine und auf sich selbst gestellt auf der Straße leben musste. Seine Eltern glaubten, er wäre ein sogenanntes Hexenkind, von Dämonen besessen, und haben ihn wie Müll weggeworfen." Anja Ringgren Lovén brachte den Jungen ins Krankenhaus und taufte ihn Hope. Wie durch ein Wunder überlebte Hope und lebt nun gesund und fröhlich in einem Waisenheim für misshandelte Kinder, das Anja Ringgren Lovén mit ihrer Organisation "DINNødhjælp" vor drei Jahren eröffnete.

Um den Hexenkindern zu helfen, besuchte Elena Bruhn Anja Ringgren Lovén in ihrer Heimat Dänemark. "Was Anja in Nigeria für die Hexenkinder leistet, ist sensationell. Doch es kommen jeden Tag weitere hinzu, die dringend unsere Hilfe brauchen. Deshalb helfen Sie und spenden Sie beim RTL-Spendenmarathon“, so Elena Bruhn.

Mit den gesammelten Geldern, die beim RTL-Spendenmarathon am 24. und 25. November 2016 zusammenkommen, soll das bestehende Waisenhaus erweitert werden. Hopes ganze Geschichte sehen Sie im Video!

Hintergrund: Hexenkinder in Nigeria

In Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas (177 Millionen Einwohner), kümmert sich Anja Ringgren Lovén in der Region Akwa Ibom seit Beginn um die sogenannten Hexenkinder: in vielen Gemeinden Nigerias werden ausgewählte Kinder stigmatisiert und aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, misshandelt oder sogar getötet. Als Art des Exorzismus werden einige Kinder mit kochendem Wasser übergossen. Wenn sie dabei nicht sterben und die Gemeinden immer noch der Meinung sind, das Ritual habe nicht geholfen, weiter gequält. Laut der letzten UNICEF-Schätzungen wurden in afrikanischen Staaten wie Nigeria oder Gambia innerhalb von einem Jahrzehnt zehntausende Kinder als Hexen verstoßen. Die zweifache Mutter Anja Ringgren Lovén gründete vor drei Jahren ein Waisenheim in Uyo und betreut dort rund 40 misshandelte Kinder liebevoll. Dort werden nicht nur die körperlichen Blessuren der Kinder medizinisch behandelt, es wird auch großer Wert auf eine fundierte Schul- und Ausbildung gelegt. Mit den Spenden soll ein Zentrum gebaut werden, in dem die Kinder musisch und kreativ geschult werden und auch auf den Einstig in das Berufsleben vorbereitet werden.

DINNødhjælp
DINNødhjælp wurde 2012 gegründet, um durch wichtige Aufklärungsarbeit den Aberglauben in Nigeria abzubauen. Der Aberglaube ist Ursache dafür, dass viele Kinder und Jugendliche beschuldigt werden, Hexen zu sein und deswegen gefoltert und ausgestoßen werden, an ihren Verletzungen sterben oder von der örtlichen Gemeinde ermordet werden. Anja Ringgren Lovén und ihr Team versuchen die überlebenden Kinder zu retten und in DINNødhjælps Kinderheim in Nigeria ein sicheres zu Hause zu geben. Hier erhalten die Kinder viel Fürsorge, medizinische Behandlung, Kost und Logis, sowie Zugang zu Bildung. Alles zusammen soll dazu beitragen, die Kinder zu stärken und zu selbständigen Staatsbürgern zu machen. Alle Spenden fließen zu 100 Prozent an die Projekte der Organisation.

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