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Wohnungsbrand: So verhalten Sie sich richtig!

06.02.14 15:33
Wohnungsbrand: So verhalten Sie sich richtig!Wohnungsbrand: Die ersten Sekunden entscheiden über Leben und Tod.
Foto: dpa bildfunk

Achtung Feuer - was Sie tun sollten, wenn es brennt!

In Deutschland brennt es pro Jahr etwa 200.000 Mal. 500 Menschen verlieren jährlich durch einen Brand ihr Leben, tausende werden verletzt und sind danach oft traumatisiert. Und wenn es brennt, können wenige Sekunden über Leben und Tod entscheiden. Doch wie verhält man sich bei einem Feuer richtig?

Mit diesen Tipps verhalten Sie sich bei Brand richtig:

Der erste Tipp: Betreten Sie möglichst nie einen Raum, in dem es brennt. Außerdem sollten Sie die Tür zu dem brennenden Raum schließen, damit kein Sauerstoff von außen in die Brandstelle hineingezogen werden kann. So kann sich das Feuer nicht weiter ausbreiten.

Tipps zwei: Wenn der Weg durch einen brennenden Raum versperrt ist, bleibt oft nur der über ein verqualmtes Treppenhaus. In dieser Situation sollten Sie sich am besten dicht am Boden fortbewegen. Selbst wenn der Qualm oben schon sehr dicht ist, kann man am Boden noch einigermaßen sehen. Auch die Wärme steigt nach oben, die Temperaturen sind deshalb unten erträglicher.

Der dritte Tipp: Suchen Sie so schnell es geht ein Fenster. Dort sollten sich Betroffene durch Hilfe-Rufe und Winken bemerkbar machen. Nur so können Sie Passanten und Feuerwehr auf sich aufmerksam machen.

Und so schwer es verständlicherweise auch ist: Verfallen Sie bei einem Feuer möglichst nicht in Panik. Rauch- und Kohlendioxidmelder können Bewohner zudem rechtzeitig warnen.

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RTL-Reporter macht den Test

RTL-Reporter Torsten Misler hat versucht, sich aus einem brennenden Haus zu retten - selbstverständlich unter Aufsicht der Feuerwehr. Bei diesem Versuch hat er anfangs so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.

Feuerwehrmann Marcus Saueressig zeigt Misler, wie man sich bei einem Brand richtig verhält. Zunächst führt der Feuerwehrmann den Reporter durchs Haus – per Knopfdruck können in verschiedenen Räumen Wohnungsbrände simuliert werden. Realistischer geht es nicht.

"Die Temperaturen steigen unter der Decke bis auf 500 Grad an, im Oberkörperbereich erreichen sie bis zu 250 Grad, wenn der Raum richtig aufgeheizt ist. Ungeschützt hält man es dort maximal 20 bis 25 Sekunden aus", warnt der Feuerwehrmann.

Der große Test im Brandhaus beginnt: Während Torsten Misler im Dachgeschoss wartet, wird vom Überwachungsraum aus die Küche in Brand gesetzt. Mit einer Wärmebildkamera hat der Brandexperte den Reporter ständig im Blick. Sollte er wirklich in Gefahr geraten, kann Saueressig jederzeit eingreifen.

Zunächst sieht und riecht Misler noch nichts. Doch schon eine halbe Minute später ist der Rauch nach oben gezogen. "Qualm im Treppenhaus, ich will nach draußen", sagt Misler. Feuerwehrmann Saueressig versteht diesen Impuls: "Man ist selbst in einer sehr großen Stress-Situationen. Es ist sehr schwierig, sich in einem dunklen verrauchten Treppenraum zu orientieren. Es kommt immer wieder vor, dass Leute nicht den Ausgang finden und sich in ihrem eigenen Haus verlaufen."

Das bestätigt sich im Selbstversuch. Auch Torsten Misler hat im dichten Rauch völlig die Orientierung verloren. Er bricht das Experiment ab. "Falsch gemacht haben Sie eigentlich so gut wie alles", lautet das ernüchternde Fazit des Feuerwehrmanns. "Sie haben sich aufrecht durch das ganze Gebäude bewegt. Kriechend wäre es für Sie kühler gewesen und Sie hätten besser Luft bekommen", erläutert Saueressig.

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