Verbraucherministerium: Dispo-Zins viel zu hoch
19.07.12
Fast jeder Vierte nutzt den unkomplizierten Dispokredit - doch kann das sehr teuer werden.Foto: dpa bildfunk
Aigner fordert Transparenz
Wer das Girokonto überzieht muss dafür Dispozinsen zahlen, doch die sind laut einer Studie im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums oft viel zu hoch. Durchschnittlich liegen die Zinsen bei 12,4 Prozent. Festzustellen sei, dass "die Erträge aus dem Dispokreditgeschäft die Kosten, die dem Kreditinstitut für dieses einzelne Produkt entstehen, deutlich übersteigen", heißt es in dem Gutachten des Ministeriums.
Das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung und das Institut für Finanzdienstleistungen kritisieren, dass die Dispo-Einnahmen der Banken "zur Quersubventionierung anderer Leistungen oder zur Gewinnsteigerung verwendet" würden. Verbraucherschützer stören sich an den hohen Dispozinsen, weil die Banken sich momentan zu besonders günstigen Zinskonditionen Geld beschaffen können. Gesetzliche Obergrenzen für Dispo-Zinsen seien nötig. Nach Angaben der Stiftung Warentest werden derzeit durchschnittlich 12,4 Prozent für das Überziehen des Girokontos berechnet.
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) forderte die Finanzbranche zu fairen Konditionen auf. "Wollen die Banken den Kredit bei den Kunden nicht verspielen, müssen sie runter von überhöhten Dispozinsen." Sie verlangte volle Transparenz und umfassende Kundenbetreuung für mehr Wettbewerb, teilt die Forderung nach staatlichen Obergrenzen aber nicht. Das Gutachten weist auf die Gefahr hin, dass Anbieter Obergrenzen "zu ihren Gunsten ausschöpfen" könnten.
Von der Möglichkeit des unkomplizierten Kleinkredits machen Bankkunden rege Gebrauch. Fast jeder vierte Verbraucher (24 Prozent) hat in diesem Jahr laut einer Umfrage Instituts Forsa schon sein Girokonto überzogen, wie das Ministerium mitteilte.
Das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung und das Institut für Finanzdienstleistungen kritisieren, dass die Dispo-Einnahmen der Banken "zur Quersubventionierung anderer Leistungen oder zur Gewinnsteigerung verwendet" würden. Verbraucherschützer stören sich an den hohen Dispozinsen, weil die Banken sich momentan zu besonders günstigen Zinskonditionen Geld beschaffen können. Gesetzliche Obergrenzen für Dispo-Zinsen seien nötig. Nach Angaben der Stiftung Warentest werden derzeit durchschnittlich 12,4 Prozent für das Überziehen des Girokontos berechnet.
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) forderte die Finanzbranche zu fairen Konditionen auf. "Wollen die Banken den Kredit bei den Kunden nicht verspielen, müssen sie runter von überhöhten Dispozinsen." Sie verlangte volle Transparenz und umfassende Kundenbetreuung für mehr Wettbewerb, teilt die Forderung nach staatlichen Obergrenzen aber nicht. Das Gutachten weist auf die Gefahr hin, dass Anbieter Obergrenzen "zu ihren Gunsten ausschöpfen" könnten.
Von der Möglichkeit des unkomplizierten Kleinkredits machen Bankkunden rege Gebrauch. Fast jeder vierte Verbraucher (24 Prozent) hat in diesem Jahr laut einer Umfrage Instituts Forsa schon sein Girokonto überzogen, wie das Ministerium mitteilte.













