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Top-Auslandskrankenschutz für 7,50 Euro

30.05.12
Stiftung Warentest testet Auslands-Krankenversicherungen. 7 von 37 sind top.Auslands-Krankenversicherung: Nach einem Bus-Unfall in Ägypten landeten dieser Urlauber und seine Tochter in einem lokalen Krankenhaus. Da möchte man schnell nach Hause, aber das kostet als Ambulanzflug weit über 10.000 Euro.
Foto: dpa bildfunk

Auslands-Krankenversicherung wichtig wie der Reisepass

Im Urlaub steht Erholung im Vordergrund. Was aber, wenn man einen Unfall hat, krank oder Opfer eines Verbrechens wird? Innerhalb Europas genügt zwar die gesetzliche Krankenversicherung, damit man die nötigste Versorgung bekommt. Für einen Auslandsaufenthalt außerhalb Europas ist eine Auslands-Krankenversicherung hingegen fast so wichtig wie ein gültiger Reisepass.

Wer als Kranker von Mallorca nach Deutschland geflogen werden möchte, muss mit Kosten zwischen 9.000 und 12.000 Euro rechnen. Bei Fernreisen summiert sich die Rechnung auf 70.000 Euro. Da die Gesetzliche keine Kosten für Krankentransporte aus dem Ausland übernimmt, ist schon das ein gutes Argument für eine Auslands-Krankenversicherung.

‚Sehr guter‘ Versicherungsschutz ist zudem gar nicht teuer: Familienpolicen gibt es ab 17,80 Euro, Einzelpersonen genießen den vollen Schutz bereits ab 7,50 Euro Jahresprämie. Das ergab der Test der Stiftung Warentest (Heft Juni 2012). Insgesamt sieben Versicherungspolicen von 37 im Test wurden als ‚sehr gut‘ empfohlen.

Ergebnisse bei Stiftung Warentest
Test: Auslandsreise-Krankenversicherung:
Ergebnisse bei Stiftung Warentest  

Top-Schutz für 7,50 Euro

Spitzenreiter ist die ‚Würzburger‘ gefolgt von Ergo Direkt, Neckermann, Inter, DFV, LVM und LVM/hkk. Die günstigste ‚sehr gute‘ Versicherung für Einzelreisende ist mit 7,50 Euro die Inter. Für Familien empfehlen sich die Angebote von Ergo Direkt und Neckermann für jeweils 17,50 Euro im Jahr.

Die Älteren unter uns fahren mit dem DFV-Tarif für 8,90 Euro am besten. Etliche Versicherer erhöhen nämlich die Prämien ab einem Alter 60 oder 65 Jahren heftig. Dann werden 50 und mehr Euro fällig.

Die ‚universa‘ mit dem Tarif RD 2003 landete mit dem einzigen ‚Mangelhaft‘ auf dem letzten Platz des Tests. Auch die zahlreichen ‚ausreichend‘ oder ‚befriedigend‘ getesteten Policen sind nicht wirklich empfehlenswert. Sie sind im Schnitt nicht billiger als die Testsieger, sondern bieten lediglich weniger Schutz.

Fast alle Versicherer bieten auch dem Hobby-Sportler, der im Ausland an Wettkämpfen teilnimmt, uneingeschränkten Schutz. Lediglich Arag und Deutscher Ring schließen die Kostenerstattung etwas unsportlich aus.

Auch die Frage, ob die Versicherung die Kosten für Rooming-in trägt, also der Fall: Kind muss ins Krankenhaus und ein Elternteil möchte dann dort vor Ort sein – wird von den Versicherern unterschiedlich beantwortet. Wer an diesen eher speziellen Fragen interessiert ist, dem hilft die interaktive Testtabelle der Stiftung Warentest gezielt weiter.

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