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Stromfresser ausschalten und 745 Euro im Jahr sparen

20.09.12 12:19

Foto: dpa bildfunk

Haben Sie bei Ihrer letzten Stromabrechnung auch wieder viel nachzahlen müssen? Da hilft nur eins: Strom sparen. Doch wie macht man das? Wie viel kann man dadurch tatsächlich sparen? Und wie schwierig ist es, die Tipps im Alltag einzuhalten?

Mit den Tipps eines Energieberaters versucht die vierköpfige Familie Ates eine Woche lang ganz gezielt Strom zu sparen. Der Stromverbrauch von Mutter Silke (30), Vater Ugur (38) und ihren beiden Kindern (10 Jahre, 15 Monate) ist nämlich viel zu hoch. So hoch, dass dieses Jahr eine saftige Nachzahlung von über 960 Euro ins Haus geflattert ist. „Dafür könnte eine Familie eine Woche lang in Urlaub fahren“, ärgert sich Silke.

Energieberater Michael Ring will der Familie helfen, die Stromfresser zu enttarnen. Um den Stromverbrauch der einzelnen Haushaltsgeräte zu messen, bringt der Experte spezielle Messgeräte an. Der größte Stromfresser ist schnell gefunden: Die Waschmaschine. Eine Stunde Wäsche waschen kostet 26 Cent. Das sind pro Monat 8 Euro 38. Im Jahr kommt die Familie so auf Stromkosten von 106 Euro nur fürs Waschen. Wie kann man da etwas einsparen?

Die Befragung ergibt: Handtücher wäscht Mutter Silke immer bei 90 Grad. Dabei reichen auch 60 Grad aus. Die Wäsche wird trotzdem sauber und die Familie spart 50 Prozent an Energiekosten. Wichtig ist außerdem: Waschen Sie nur, wenn die Waschmaschine auch wirklich voll ist.

Genau das gleiche gilt bei der Spülmaschine: Schalten Sie die Temperatur runter und stellen Sie die Maschine nur an, wenn genügend Geschirr in der Maschine ist. Ansonsten ist das pure Geldverschwendung.

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Auch der PC trägt zur hohen Stromrechnung bei. Denn der Computer läuft bei Familie Ates Tag und Nacht. Und das, obwohl der Rechner nur etwa alle zwei Tage etwa eine Stunde genutzt wird. Ugur argumentiert: „Das Hoch- und Runterfahren ist uns zu lästig.“ Doch diese Bequemlichkeit lässt den Stromzähler rattern. Der Experte empfiehlt, alle technischen Geräte wie Computer oder auch den Fernseher an eine Mehrfachsteckdose mit Ein-Aus-Schalter anzuschließen. Dann genügt ein Handgriff und alles ist aus. Denn der Standby-Modus treibt nur unnötig die Kosten nach oben.

Als nächsten Stromfresser enttarnt Michel Ring den Kühlschrank. Denn dieser ist viel zu kalt eingestellt: „0,5 Grad ist viel zu kalt und muss nicht sein.“ Laut Rath genügt eine Temperatur von 7,5 Grad. Kühler muss er nicht sein. Außerdem rät der Experte, den Kühlschrank etwas von der Wand abzurücken. So könne die Luft besser zirkulieren und das Gerät arbeite effizienter.

Werden die Ates für ihre Mühen am Ende belohnt? Nach einer Woche prüft der Energieberater den Stromverbrauch. Vor dem Test hat die Familie pro Stunde 90 Cent für Strom bezahlt. Das macht im Monat 162 Euro und im Jahr stolze 1.949 Euro. Wie viel Geld könnte die Familie ab jetzt sparen, wenn sie sich weiterhin an die Tipps des Energieexperten hält? Michael Ring errechnet 745 Euro.

Zugegeben: Auch wenn das ewige Ein- und Ausschalten der Geräte nerven kann, mit der Zeit gewöhnt man sich dran. Und mehrere hundert Euro pro Jahr sparen - das ist doch wirklich ein Anreiz, für den man die zusätzliche Arbeit gerne in Kauf nimmt.