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Spritspar-Mythen: Was ist dran?

23.08.12

Benzinverbrauch im Praxis-Check

Die Benzinpreise liegen auf Rekordniveau, da sind Spritspar-Tipps bares Geld wert. Immer schön langsam fahren, die Klimaanlage ausstellen, überflüssiges Gepäck weglassen. Aber was bringen die ganzen guten Ratschläge überhaupt? Zwei Reporterinnen haben den Praxis-Test gemacht: Raser gegen Schleicher.

Zwei Autos, gleiches Modell, beide voll aufgetankt - nur der Fahrstil ist komplett unterschiedlich. Julia gibt Gas, Nina kriecht wie die Königin der Sonntagsfahrer und befolgt sämtliche Spritspar-Mythen. Wer bewältigt die 116 Kilometer lange Strecke von München-West zum Tegernsee am schnellsten? Und wer zahlt mehr für die Tour?

Julias Fahrbericht:
"Ich überhole jetzt erst mal alles, was mir im Weg ist. Alle anderen scheinen hier spritsparend unterwegs zu sein. Die schleichen alle. Aber wenn man ein bisschen Gas gibt, macht es viel mehr Spaß. Sportliche Fahrweise schimpft sich das. Ich fahre die Gänge richtig schön aus, und die Klimaanlage schalte ich auf Volldampf. Linke Spur, 160 auf der Autobahn - herrlich! Tja, kein Wunder, dass ich viiiiel schneller den schönen Tegernsee erreiche. Nämlich genau 11 Minuten vor Nina."

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Ninas Fahrbericht:
"Ich fahre mit leerem Kofferraum. Und schon geht’s los in Richtung Tegernsee - natürlich fahre ich durchgängig untertourig, und werde dabei sogar von Mofas überholt. Und weil ich ja richtig sparen möchte, bleibt die Kühlung natürlich aus. Wer so schnell hochschaltet wie ich, kommt nur schwer in Fahrt. Man kommt sich ein bisschen vor wie eine Schnecke, vor allem weil die anderen Autofahrer einem an der Stoßstange hängen. Endlich raus aus der Stadt und ab auf die Autobahn. Für mich sind leider nicht mehr als 120 km/h drin. Trotzdem komme ich an - wenn auch deutlich langsamer als Julia."

Fazit:
Ninas Auto hat 6,3 Liter auf 100 Kilometer verbraucht (Kostenpunkt: 12,76 Euro). Der Wahnsinn: Für die gleiche hat Julia ganze vier Liter Sprit mehr durch den Tank gejagt - genau 10,3 Liter (20,71 Euro). Und was lernen wir daraus: Zeit ist Geld - und wer Zeit hat, kann richtig Geld sparen.

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