TV HIGHLIGHT
Deutschland sucht den Superstar
TV-PROGRAMM
DI MI HEUTE FR SA SO MO JETZTDie Trovatos - Detektive decken auf
Presenter

So erkennen Sie einen Schlaganfall

10.05.13 17:04
Werden die Warnzeichen frühzeitig erkannt, kann ein Schlaganfall vermieden werden. Werden die Warnzeichen frühzeitig erkannt, kann ein Schlaganfall vermieden werden.
Foto: iStockphoto

Schlaganfall-Vorboten erkennen

Jedes Jahr erleiden etwa 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall, auch Hirninfarkt oder Gehirnschlag genannt. Die Hälfte der Betroffenen ist älter als 75 Jahre, aber auch junge Erwachsene und selbst Kinder können betroffen sein. Erschreckend: Etwa ein Viertel der typischen Ankündigungsmerkmale eines Schlaganfalls (Apoplex) werden hierzulande nicht erkannt.

Hervorgerufen wird der Schlaganfall entweder durch eine abrupte Mangeldurchblutung des Gehirns (transitorische ischämischer Schlaganfall - TIA) oder durch eine Blutung im Gehirn (hämorrhagischer Infarkt). Kommt es dazu, werden pro Sekunde 32.000 Nervenzellen zerstört. Schlaganfälle sind hierzulande nach Herzinfarkt die zweithäufigste Todesursache.

Wichtig: Jeder Schlaganfall ist ein akuter Notfall, der tödlich enden kann. Betroffene müssen schnellstmöglich professionell versorgt und in ein Krankenhaus gebracht werden. Am besten ist es, wenn dieses über eine spezielle Schlaganfall-Station, eine sogenannte 'stroke unit' verfügt.

Wie äußert sich der Schlaganfall?
Ein Schlaganfall kommt häufig nicht aus heiterem Himmel. In vielen Fällen kündigt er sich durch kleinere, vorübergehende Durchblutungsstörungen an: Eine TIA beispielsweise kann wenige Minuten bis 24 Stunden bestehen.

Test: Schlaganfall-Risiko
Wie hoch ist Ihr Schlaganfall-Risiko?
Test: Schlaganfall-Risiko  
Link: Stroke-Units in Ihrer Nähe
Schlaganfallzentren in Deutschland
Link: Stroke-Units in Ihrer Nähe  
Test: Wie gesund ist Ihr Herz?
Ist Ihr Herz noch in Ordnung?
Test: Wie gesund ist Ihr Herz?  

Typische Symptome für einen Schlaganfall

Achtung, auch wenn die Symptome nur kurz andauern, nehmen Sie diese Warnzeichen unbedingt ernst und lassen Sie die Ursache sofort von einem Arzt abklären!

Typische Symptome sind:
• plötzliche einseitige Lähmung, insbesondere im Arm
• einseitiges Taubheitsgefühl in Arm, Bein, Gesicht, Zunge oder Mundraum (taubes, pelziges oder kribbeliges Gefühl)
• einseitig herabhängender Mundwinkel
• Sehstörungen (verschwommenes, doppeltes oder eingeschränktes Sehen) bis hin zur vorübergehenden Erblindung
• Sprachstörungen (undeutliches Sprechen, Wiederholungen von Wörtern oder Silben, lange Pausen) bis hin zum Verlust des Sprachvermögens
• Verminderte Ausdrucksfähigkeit (der Betroffene kann nicht mehr benennen, was er möchte oder äußert sich sinnlos)
• Verständnisstörungen (Anweisungen werden nicht oder falsch umgesetzt)
• Verwirrtheit
• Hörverlust
• Gleichgewichtsstörungen, Schwindel (Stehen und Sitzen ist nicht mehr möglich)
• Übelkeit, Erbrechen
• Bewusstlosigkeit
• Starke Kopf- und Nackenschmerzen (setzen schlagartig ein und sind kaum zu ertragen: typisch bei einer Gehirnblutung)

Viele Betroffene gehen nicht zum Arzt, weil sie die Symptome meist falsch deuten. Oft wird gehofft, dass mit dem Verschwinden der Beschwerden alles wieder in Ordnung sei. Aber: Gehen Sie besser einmal zu viel zum Arzt als einmal zu wenig.

Ist der Schlaganfall überstanden, beugen neue Wirkstoffe einem weiteren Schlaganfall vor. Bisher wurde vor allem der Wirkstoff Phenprocoumon eingesetzt, um die Blutgerinnung zu verhindern. Inzwischen gibt es allerdings zuverlässigere Wirkstoffe: Rivaroxaban, Dabigatran und Apixaban ermöglichen eine Therapie mit deutlich weniger Arztbesuchen.

Meinen Leuten bei wer-kennt-wen.de empfehlen