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Stress am Arbeitsplatz: Schalten Sie nach Feierabend ab!

12.06.12 16:05
Fußfessel der Angestellten oder nützlich: Das Smartphone.Fußfessel der Angestellten: Fast jeder dritte Arbeitnehmer ist für Kollegen oder Chefs auch nach der Arbeit erreichbar.
Foto: dpa bildfunk

Lassen Sie sich nicht stressen!

Smartphones sind ja schön und gut, aber die Technik hat einen Haken: Wir sind rund um die Uhr erreichbar. Und zwar nicht nur für Freunde, sondern auch für den Chef und Kollegen. Das kann ganz schön stressen. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen will jetzt an das Thema ran. Sie fordert von den Firmen klare Ruhezeiten, denn Online-Stress macht immer mehr Menschen krank.

Mails-Checken in jeder Lebenslage. Selbst beim Bäcker. Für Janin Kasper ist das völlig normal. Die Angestellte einer Internetfirma ist zwar immer auf dem Laufenden, aber der Job lässt sie nicht los: "Den Druck setze ich mir selbst. Ich möchte ja gerne etwas erreichen und 'Up to Date' sein."

Fast jeder dritte Arbeitnehmer ist für Kunden, Kollegen oder Chefs auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten erreichbar. Und das ist eine große Belastung für Psyche und Körper. "Entstehen können psychosomatische Erkrankungen. Das sind typischerweise Herz-Kreislauferkrankungen, Magen-Darmprobleme, Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen", sagt der Psychologe Dirk Windemuth.

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Das hilft gegen Mail- und SMS-Dauerfeuer

Dabei schuldet niemand seinem Chef eine 24-Stunden-Erreichbarkeit - außer sie ist vertraglich explizit vereinbart. Mit der richtigen Work-Life-Balance und ein paar technischen Einstellungen schützen Sie sich vor dem Mail- und SMS-Dauerfeuer:

- Legen Sie das Dienst-Smartphone in den ersten zwei Stunden nach Feierabend bewusst in eine Schublade oder schalten Sie es für diese Zeitspanne ganz ab. So haben Sie einen echten Übergang zwischen Job-Stress und Freizeit. Die Pause hilft Ihnen, zur Ruhe zu kommen. Ein Spaziergang an der frischen Luft oder ein gutes Buch bringt Sie auf andere Gedanken.

- Leiten Sie Mails nicht auf Ihren privaten Account um. Dienst ist Dienst und Privatleben ist Privatleben. Wer dazu verpflichtet ist, regelmäßig seine Job-Mails zu checken, sollte wenigstens die optischen- oder akustischen Signale beim Nachrichteneingang abstellen. Ansonsten reißt Sie jedes Piepsen und Blinken aus der Freizeit.

- Stellen Sie Ihr Mail-System neu ein: Nachrichten lassen sich mit wenigen Mausklicks in Unterordner leiten. Ordnen Sie die Mail-Ströme zum Beispiel nach Priorität, Absender und Betreff. So behalten Sie den Überblick, falls Sie doch mal zwischendurch auf das Handy schauen müssen. Ein Newsletter ist zwar schnell überflogen, aber Ihre Gedanken bleiben unter Umständen an einem Thema hängen. Jede unnötige Störung ist zu vermeiden.

- Legen Sie in Ihrer Wohnung Handy-freie Zonen fest. Sie brauchen persönliche Rückzugsräume, um auch im Kopf abzuschalten. Im Schlafzimmer sollten Smartphones tabu sein. Auch das Esszimmer ist eher ein Gemeinschaftsraum als ein zweites Arbeitszimmer. Das Handy legen Sie nach Feierabend am besten immer am gleichen Platz ab: Etwa in einer bestimmten Schublade - dann fällt sogar das nervige Handy-Suchen am Morgen weg.

- Blockieren Sie bestimmte Tätigkeiten für sich: Viele Menschen legen das Smartphone beim Essen neben den Teller, um es immer im Blick zu haben. Großer Fehler! Denn jede eingehende Mail lenkt Sie vom Essen ab - das kann auf Dauer zu Magengeschwüren führen.