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Schock-Therapie im Solarium: So alt und krank ist die Haut von Sonnenanbetern

24.01.12
UV-Strahlen begünstigen Hautkrebs und beschleunigen den Haut-Alterungsprozess.Regelmäßiges Bräunen unter der Röhre begünstigt Hautkrebs und beschleunigt den Haut-Alterungsprozess.
Foto: dpa

Das machen UV-Strahlen mit der Haut

Gerade wenn es draußen nass und schmuddelig ist, zieht es viele unter die Sonnenbank. Ein paar warme Strahlen und ein bisschen Farbe im Gesicht können die Laune ganz schnell aufhellen. Doch Hautärzte warnen: Wer sich bis zum 35. Lebensjahr regelmäßig unter der Röhre bräunt, steigert sein Hautkrebsrisiko um 75% Prozent.

Ein Test mit zwei Sonnenanbetern führt vor, wie sie dank der künstlichen Sonne in ein paar Jahren aussehen werden.

Testperson Julia geht seit drei Jahren jede Woche auf die Sonnenbank. Eigentlich ist sie erst 21. Wie alt ihre Haut ist, stellt Hautarzt Till Aßmann mit einer speziellen Technik fest: Mit einer hochauflösenden Kamera macht er Bilder von der Haut, die anschließend gemorpht werden. Das bedeutet, dass anhand der Fotos simuliert wird, wie die Haut der Testperson bei weiterer Solariumnutzung in 10, 20 oder 30 Jahren aussehen wird.

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"Also, das, was wir jetzt mit 20 hier nur unter dem Mikroskop sehen, das kann man dann mit 40 oder 60 mit dem bloßen Auge erkennen. Als Zeichen der Lichtschädigung durch die Sonne sieht man feine Äderchen der Haut sowie Pigmentflecken", erklärt Till Aßmann.

Der Experte erkennt also erste Hautschäden. Und es kommt noch schlimmer: Julias Haut ist jetzt schon um zehn Jahre vorgealtert. "Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, dass ich das später bereuen werde", so die sichtlich geschockte junge Frau.

Die 23-jährige Michaela, unsere zweite Testperson, sonnt sich ein- bis zweimal pro Woche - und das schon seit neun Jahren. Auch ihr zeigen wir, wie die künstliche Sonne ihre Haut im Laufe der Jahre altern lassen wird. Ihre Reaktion: "Das sieht nicht mehr menschlich aus. Ich bin entsetzt, so schlimm habe ich mir das nicht vorgestellt."

Der Test hat Wirkung gezeigt, Michaela wird sich in Zukunft weniger sonnen. Wie es um Ihre Haut bestellt ist und welches Risiko Sie beim Solariumbesuch eingehen, besprechen Sie am besten mit Ihrem Hautarzt. Zwar ist jeder Hauttyp unterschiedlich, aber grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr!

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