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Scamming - Betrug mit vorgetäuschter Liebe: So schützen Sie sich!

11.05.13 15:45
Scamming, Liebeskummer, LiebeLiebe als Lockmittel: Immer mehr Nutzer von Online-Partnerbörsen werden Opfer des sogenannten 'Scammings'.
Foto: olly - Fotolia.com / RTL Interactive

Wenn Liebe zum Lockmittel wird

Zunächst klingt es nach einem verlockenden Angebot: Versprochen wird die große Liebe, ein besserer Job oder lukrative Geldgeschäfte. Doch immer öfter steckt dahinter das sogenannte 'Scamming'. Darunter ist eine Art Vorschussbetrug zu verstehen, bei dem Vorauszahlungen an die 'Scammer' (Betrüger) geleistet werden. Neben Betrug mit falschen Geldversprechen, Wohnungsangeboten, Traumjobs und gefälschten Schecks ist derzeit das 'Romance- oder Love-Scamming' hoch im Kurs. Dabei wird in Online-Partnerbörsen oder sozialen Netzwerken mit der emotionalen Abhängigkeit der Opfer gespielt, mit dem Ziel, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Damit Sie auf Ihrer Suche nach der wahren Liebe nicht Opfer des 'Scammings' werden, sollten Sie folgende Regeln und Tipps berücksichtigen:

Achten Sie auf das Profil Ihres Chat-Partners:
Scamm-Männer greifen häufig auf außergewöhnliche Lebensgeschichten zurück. Meist geben Sie sich als hochgebildete Akademiker aus, die auf ihren Profilbildern eine sehr attraktive Figur machen. Scamm-Frauen fahren gegen eher auf der fürsorglichen Schiene und geben sich als Krankenschwestern, Ärztinnen, Lehrerinnen oder Schauspielerinnen aus. Häufig behaupten die Frauen zudem, dass sie aus Russland kommen und präsentieren sich auf ihrer Profilbildern leicht bekleidet.

Chat-Einladung als Lockmittel
Über soziale Netzwerke oder Online-Partnerbörsen gelangen Scammer schnell und problemlos an Ihre Mail-Adresse. Häufigstes Lockmittel ist die Einladung in einen Chat. Aber aufgepasst, Finger weg von Chatnamen mit außergewöhnlichen Sonderzeichen (bspw. %,&,#). Neben der Gefahr einem Scammer in die Hände zu fallen, droht hier auch Software, die Ihrem Computer schadet.

Achtung, Scammer gehen gezielt vor:
Die Betrüger versuchen zunächst sich im Leben ihrer Opfer unverzichtbar zu machen. Ohne ein persönliches Treffen folgen über den Tag hinweg romantische Telefonate, Mails mit Liebeserklärungen und Chats mit zweideutigen Anspielungen. Scammer versuchen sich immer mehr in das private Leben ihrer Opfer einzugliedern, sprechen über Familie, Liebe, Beruf und Beziehung - von Geld ist zunächst keine Rede. Irgendwann kommt der Punkt, an dem die Scammer ihre neue Liebe besuchen wollen - nur leider kommt es dann zu Hindernissen. Achtung, jetzt müssen Sie besonders hellhörig werden: Die Opfer werden nun gebeten, Geld zu übersenden, damit die Scammer aus ihrer misslichen Lage herauskommen. Folgen Sie dieser Aufforderung nicht!

Liebe wird besonders stark hervorgehoben
Besonders aufmerksam sollten Sie werden, wenn Ihr Gegenüber immer wieder und besonders häufig in brenzligen Situationen betont, wie sehr er/sie sich doch in Sie verliebt habe. Je perfider die Situation, desto schneller sollten Sie versuchen, sich aus Ihrer Lage zu befreien. Brechen Sie den Kontakt schnellstmöglich ab.

Geld, Pässe, Visa - das sind die Hauptanreize
Vor allem abgesehen haben es die Betrüger auf Pässe, Geld und Visums-Anträge. Fällt eines dieser Worte in einem Chat oder Telefonat mit Ihrem Online-Kontakt fragen Sie genau nach und werden Sie stutzig. Stimmen Sie in keinem Fall einem Versand Ihres Ausweises, Reisepasses oder Ihrer Geburtsurkunde zu - diese nutzen die Betrüger häufig zur Fälschung Ihrer Unterlagen.

Profilbilder als Indizien für Scammer
Unscharfe Bilder, die nur in kleiner Auflösung eingestellt werden, sind ein erstes Indiz für ein Scammer-Profil. Fotos, auf denen Personen leicht bekleidet sind, deuten ebenfalls auf eine nicht vertrauenswürdige Person hinter dem Profil hin.

Bezeichnung als "Ehemann/ Ehefrau"
Die Betrüger haben es wirklich in sich: Häufig bezeichnen sie Sie bereits wenige Tagen oder Wochen nach der Kontaktaufnahme als "Ehemann" oder "Ehefrau". Hochzeitspläne sind oft nicht weit: Fleißig werden Pläne geschmiedet, wodurch eine Bitte um ein Visum oder ein gemeinsames Konto nicht mehr abwegig erscheint.

Kontakt abbrechen und Freunde informieren
Falls Sie 'Scamming'-Opfer geworden sind, brechen Sie sofort jeglichen Kontakt ab. Reagieren Sie nicht mehr auf Mails, Anrufe, SMS oder Chat-Nachrichten. Sondern legen Sie sich bestenfalls direkt eine neue Mail-Adresse und eine neue Telefonnummer zu. Zudem sollten Sie Ihre Freunde und Kontakte im jeweiligen sozialen Netzwerk oder der Online-Partnerbörse über den Scammer informieren und sie vor ihm/ihr warnen.

Ignorieren Sie die Forderungen
Geben Sie den Bedingungen des Scammers in keinem Fall nach: Überweisen Sie kein Geld, nehmen Sie keine Pakete über dritte Personen an, lösen Sie keine Schecks ein und bewahren Sie keinerlei Sachen des Scammers in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus auf.

Beweise sichern, danach alles Löschen
Chat-Nachrichten, Mails und SMS, die Sie mit dem Scammer ausgetauscht haben, sollten Sie in jedem Fall speichern - am bestens auf einem externen Speichergerät (CD-Rom, externe Festplatte, USB-Stick). Nach dem Sichern sollten Sie jedoch alle Daten, die in Zusammenhang mit dem Scammer stehen, von Ihrer Festplatte löschen - auch Ihren E-Mail-Account.

Melden Sie den Vorfall der Polizei
Nach Sicherung der Daten, die fortan als Beweise dienen, sollten Sie den Vorfall zwingend der Polizei melden. Wichtig ist dieser Schritt vor allem, wenn Banken rechtliche Schritte gegen die Opfer einlenken.



(Quelle: Polizei Beratung)

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