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Rechte nach dem Kauf: So läuft das mit der Reklamation

29.08.14 10:24
Das Geschenk gefällt nicht? So tauschen Sie es wieder umWare reklamieren: Nach 6 Monaten kommt es auf Kulanz des Händlers an.
Foto: dpa bildfunk

Es kommt viel auf den Händler an

Diese Rechte hat der Kunde, wenn er gekaufte Ware zurückgeben möchte.

Rechnung
Unabhängig davon, wann und wie Sie etwas umtauschen wollen: Ohne gültigen Kaufbeweis wird das schwer. Ein Kassenbon ist ideal, es genügt aber auch ein Zeuge, der bestätigt, dass Sie die Ware im fraglichen Geschäft gekauft haben. Ein guter Beweis ist aber auch ein Kontoauszug für den Fall, dass Sie per EC-Karte gezahlt haben. Einkaufsbelege (Rechnung, Quittung, etc.) von größeren Anschaffungen sollten immer aufgehoben werden. Noch besser ist, Sie machen sich eine Kopie. Viele Kassenzettel bleichen aus und man kann nicht mehr so gut erkennen, was auf ihnen steht.

Gutscheine sind drei Jahre gütlig

Defekte Ware
Einkäufe, die kaputt gehen, können Sie auch nach längerer Zeit noch reklamieren. Denn der Verkäufer ist zwei Jahre verpflichtet, die defekte Ware zu ersetzen. Entweder in Form von Reparatur oder von Ersatz. Die gesetzliche Gewährleistung gilt zwei Jahre lang. Nach sechs Monaten tritt allerdings eine so genannte Beweislastumkehr in Kraft: Der Käufer muss nachweisen, dass der Mangel tatsächlich seit dem Kauf besteht. Geld gibt es nicht so schnell: Ein Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises gegen Rückgabe der Ware besteht je nach erworbenem Gegenstand häufig erst nach zwei fehlgeschlagenen Reparaturversuchen.

Internet
Beim Kauf per Internet oder per Telefon gilt das Widerrufsrecht. Sie als Käufer können dabei ungeöffnete Ware bis zu 14 Tage nach Erhalt an den Anbieter zurücksenden, ohne Angabe von Gründen. Die Kosten für die Rücksendung übernimmt grundsätzlich der Anbieter. Nur bei einem Warenwert von unter 40 Euro muss der Käufer die Kosten selber tragen. Vom Umtausch ausgeschlossen sind personalisierte Angebote, geöffnete Produkte oder Literatur. Das Widerrufsrecht entfällt ebenfalls bei einem Geschäft zwischen Privatleuten, was zum Beispiel auf Ebay oft der Fall ist.

Gutschein
Gutscheine sind keine klassischen Waren und unterliegen eigenen, ganz unterschiedlichen Kaufbedingungen. Beim Einlösen gilt es darauf zu achten, bis wann der Gutschein gültig ist. Sonst verliert er seinen Wert und Sie gehen leer aus. In einem solchen Fall lohnt es sich dennoch, mal höflich beim Verkäufer nachzufragen, ob Sie nicht dennoch etwas für den Gutschein bekommen. Gutscheine mit einem Verfallsdatum sind anfechtbar. Nach geltendem Recht sind Gutscheine bis zu drei Jahren gültig, egal was auf dem Gutschein steht. Der Verkäufer ist allerdings nicht dazu verpflichtet, den Gutschein in Geld umzutauschen. Wenn Sie für eine bestimmte Summe nichts finden, ist das eben Pech.

So läuft ein normaler Umtausch
Ihre Ware mit Rechnungsbeleg und möglichst originalverpackt zurück zum Händler bringen. Achten Sie darauf, ob Ihre Ware bestimmten Umtauschfristen unterliegt. (Wenn ja, muss das irgendwo am Produkt oder der Rechnung vermerkt sein). Ansonsten gilt ungefähr ein Umtauschzeitraum von rund zwei Wochen. Dass die Ware keine Gebrauchsspuren aufweisen darf, ist natürlich selbstverständlich.

Absichern
Um möglichen Ärger zu vermeiden, sollten Sie den Händler bereits beim Kauf fragen, ob Sie eine fehlerlose Ware bei Nichtgefallen umtauschen können. Dann am besten auf dem Kassenzettel vermerken lassen.

Kauf bei einer Kette
Bei den meisten Ketten können Sie einen Umtausch auch in einer anderen Filiale vornehmen. Auch hier sollten Sie sich vor dem Kauf informieren.

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