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Peugeot 208: Ein Auto für die 'Generation Smartphone'

18.04.12
Peugeot 208 mit 7-Zoll-TouchscreenPer 7-Zoll-Touchscreen können Musikdateien über USB oder Audiostreaming abgerufen werden.

Stadtflitzer mit Internet-Verbindung

Touchscreen, Bordcomputer und Auto-Apps: Peugeot flirtet mit dem neuen 208er die ‚Generation Smartphone‘ an. Gut gebaut und markant ist er ja, der kleine Franzose. Aber ob er bei den Frauen den gleichen Erfolg haben wird wie der Peugeot 206?

Vor allem junge, weibliche Kunden sollen dem Charme des schnittigen Stadtflitzers erliegen – so will es Peugeot. Deshalb hat die 200er-Serie ein Facelift bekommen: Kleinere Scheinwerfer, ein Kühlergrill mit Chrom- oder Aluminium-Rahmen, Heckleuchten in Krallen-Optik. Das macht Eindruck. Auch die Farbbezeichnung des getesteten Peugeot 208 Active HDi klingt feurig und temperamentvoll, es könnte sich aber auch um eine neue Schokoladensorte handeln: 'Chili schwarz'.

Zum Facelift spendierte Peugeot noch eine ordentliche Verschlankungskur. Überflüssige Pfunde mussten runter - jetzt wiegt der 208er durchschnittlich 110 Kilogramm weniger als das Vorgängermodell, was CO2, Kraftstoff und letztendlich Geld einspart. Allein der Motor ist 25 Kilogramm leichter geworden. Die Karosserie ist zwei Zentimeter schmaler und sieben Zentimeter kürzer als beim 207. Also optimal für die nervige Parkplatzsuche in der City. Für die hat Peugeot eine 'Park Info'-App entwickeln lassen, die ab Herbst 2012 freie Parkplätze anzeigen soll. Tank leer? Kein Problem: Die 'Tank Check'-App informiert über die günstigste Tankstelle in der Nähe. Wie teuer der Abo-Service wird, ist noch nicht klar.

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Im Innenraum glänzt ein schickes, neu gestaltetes Cockpit mit Chrom-Verzierungen. Der Begriff Cockpit ist in diesem Fall wörtlich zu nehmen, denn der Peugeot 208 ist mit einem Mini-Lenkrad im Formel-1-Stil ausgestattet. Das nur 35 Zentimeter breite und 33 Zentimeter hohe Steuer soll einen besseren Blick auf die Geschwindigkeits- und Drehzahlanzeigen im Armaturenbrett ermöglichen. Es ist tatsächlich sehr kompakt, liegt auch gut in der Hand, aber im Praxistest versperrte plötzlich der Handrücken die Sicht auf die Anzeigen. Das war sicher nicht im Sinne des Erfinders.

Auch der 7-Zoll-Touchscreen ist eine Enttäuschung - zumindest für verwöhnte Smartphone-User. Das Display reagierte im Test träge, die Menüführung wirkte kompliziert und nicht intuitiv, wie von Peugeot versprochen. Menüpunkte einfach mit einer Handbewegung weiterwischen wie beim iPhone oder beim iPad? Geht leider nicht. Optisch ist der Peugeot 208 auf jeden Fall ein Hingucker. Der eine Blick genügt aber auch - es fehlen die Ecken und Kanten, vielleicht auch der Charakter?

Und was ist mit den inneren Werten? Der Turbodiesel hat durch seinen 92-PS-Motor nicht nur einen flotten Antritt, er ist auch sparsam. Laut Peugeot verbrauchen alle 208er-Dieselmodelle weniger als 4 Liter auf 100 Kilometer. Auf der Autobahn macht der Kleinwagen genauso eine gute Figur wir im Stadtverkehr. Zur Markteinführung am 21. April kommen in Deutschland zwei Benziner (95 PS und 120 PS) sowie fünf Diesel-Modelle in den Handel (68 bis 115 PS). Der Basis-Diesel mit 68 PS kostet ab 13.600 Euro, als Einstiegspreis für den günstigsten 3-Türer gibt Peugeot 11.600 Euro an.

Sebastian Priggemeier

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