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Opel Adam: Individualität ist Trumpf!

22.11.12 16:13
Opel Adam im Fahrtest

Sind es 300.000 oder 500.000 oder sogar mehr als eine Million Möglichkeiten, seinen eigenen, unverwechselbaren, neuen Adam zu gestalten? Zum Adam- (sprich: Äddäm) Praxistest stellte Opel den 40 eingeladenen Journalisten 40 äußerst unterschiedliche Ausführungen des kleinen Flitzers zur freien Auswahl hin. Da fiel die Wahl schwer!

Wie viele Varianten insgesamt möglich sind, konnte mir keiner vom Adam-Team sagen. Möglich jedenfalls, dass jeder Adam, der in Eisenach vom Band rollt, ein Einzelstück wird. Bislang gibt es 3 Motoren in je 2 Varianten, 3 Dachdesigns, 12 Farben, 4 Radgrößen, 31 Design-Varianten, 6 Farbclips für die Radkappen (um selbst mal schnell das Design zu ändern) und das Ganze in 3 Ausstattungswelten und 2 jeweils dreifach individualisierbaren Innenraum-Elementen, nämlich Dachhimmel und LED-Dekore. Und schon sind wir bei 964.224 Varianten. Ganz klar: Individualität ist das beherrschende Adam-Thema.

Meine Wahl fällt auf den nächstbesten Wagen der Flotte, einen Adam ‚Glam‘ mit schönem großen Glasdach. Zunächst ein kleiner Rundgang: Bei 3,70 Meter Länge ist der Adam ein echter Kleinwagen aus dem A-Segment, wie Fiat 500 und Mini. Seine Statur ist aber deutlich kräftiger: 1,72 Meter Breite bieten Fahrer und Beifahrer geradezu luxuriösen Sitzkomfort. Ich steige ein, ohne mich verrenken zu müssen. Die Tür schließt mit einem satten Geräusch und bestätigt den Augenschein: Verarbeitung und Montage sind für einen Kleinwagen von überraschender Qualität. Das Cockpit ist übersichtlich. Alles ist dort, wo es hingehört. Und mein ‚Glam‘ verwöhnt Auge und Tastsinn mit geschmackvollen Interieur-Details.

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Infotainment für nur 300 Euro

Große Klasse ist das (optionale) ‚Intellilink‘-Infotainment-System, das mit gerade mal 300 Euro Aufpreis konkurrenzlos günstig ist. Der Kosten-Trick: Das mit einem großen Touchscreen versehene System funktioniert mit dem Smartphone des Autobesitzers. Für die Navigation bietet Opel eine eigene App (‚Bringo‘), Musik und Telefondaten kommen vom Autobesitzer. Das nenne ich am richtigen Ende gespart! Das Ganze läuft per USB-Kabel oder auch mit Bluetooth.

Also: eingestöpselt, ‚Bringo‘ aktiviert und los! Es geht hinein in die unbekannten, verwinkelten, schmalen Einbahnstraßen-Labyrinthe einer großen Altstadt. Härtetest für Navi, Wagen und auch für den Fahrer. Erstes Ziel ist ein romantisches Caféhaus beziehungsweise das Parkhaus daneben. Gemütlich fädele ich mich in den Mittagsverkehr ein und rolle im angenehm leise schnurrenden Adam dem Etappenziel entgegen. Die unauffällig im Hintergrund agierende Start-Stopp-Automatik (optional) sorgt dafür, dass vor Ampeln der Sprit im Tank bleibt. Jetzt kann ich eine zur Ausstattungswelt passende Playlist auswählen und den Blick an den dezenten LED-Highlights der Cockpit-Panels laben. ‚Nicht schlecht für `nen Kleinwagen‘ , denke ich.

Die Straßen werden enger und noch enger. Eine Straßenbahn kommt mir entgegen. Ich bin froh, mit dem kompakten Adam unterwegs zu sein. Kurz vor dem Ziel der Ernstfall: Weiter vorne hat es geknallt. Ein Wagen (kein Adam!) hat sich tatsächlich mit einer Straßenbahn verkeilt. Weiterfahrt nicht möglich. Jetzt kann der Adam seine Wendigkeit und die Navi ihre Flexibilität unter Beweis stellen: Beides kein Problem! Leichtfüßig als wär‘s auf dem Roten Teppich und nicht in einer schmalen Altstadt-Gasse, wendet mein Adam Glam und auch die Navigation gibt sich einen Ruck und berechnet die Route den veränderten Umständen entsprechend neu. Fünf Minuten später ist das Ziel erstaunlich stressfrei erreicht.

Zeit für einen Kaffee und einen Blick in die Unterlagen: Der Einstiegspreis von 11.500 Euro für die 70-PS-Variante ist sehr konkurrenzfähig, zumal Opel auch noch die passende Vollkasko-Versicherung für 9,50 Euro im Monat drauflegt. Das 100-PS-Modell plus Start-Stopp-Automatik gibt es für 16.085 Euro. Die drei Ausstattungswelten Glam (stylish), Slam (sportlich) und Jam (trendy) sind – ganz das junge Team! – nicht hierarchisch und liegen preislich dicht beieinander. Für den Adam und seine angesagte Individualität braucht man aber mit Sicherheit eine ruhige Stunde mit dem Adam-Konfigurator, um zu sehen, was man haben will und was das am Ende kostet.

Dass mein Glam-Adam nur 70 Pferde unter der Haube hat, wird mir erst auf der jetzt folgenden Autobahn-Strecke schmerzlich bewusst. Die linke Spur bleibt für mich tabu. Die Mehrzahl der anderen Verkehrsteilnehmer hat in dieser Hinsicht mehr zu bieten, also schnell wieder rechts rüber. ‚Mein nächster Adam bekommt das 100- PS-Aggregat‘, entscheide ich. Und bis dahin zählt für mich Individualität schon mal mehr als Motorenleistung!

Matthias Timm, 22.11.12

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