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Lichttherapie gegen Müdigkeit

06.02.12
Übeltäter heißt Melatonin
Foto: AUTOIMPORT

Übeltäter heißt Melatonin

Müde, müde, müüüde…! Wer im Winter schon nicht niest, der gähnt wenigstens herzhaft. Und das, obwohl er eigentlich ausgeschlafen sein müsste. Dass wir Menschen schon sehr hormongesteuert sind, ist bekannt. Weniger bekannt ist aber, dass es nicht nur Sexualhormone sind, die uns mehr oder weniger diskret steuern. Was uns in der dunklen Jahreszeit müde macht, ist das Melatonin. Dieses Hormon ist ein Erbstück aus der Evolution: Es sorgt bei vielen Tieren für ungestörten Winterschlaf.

Was aber dem Bären recht ist, ist dem Arbeitnehmer im 21. Jahrhundert noch lange nicht billig. Wir sollen gefälligst ausgeschlafen sein im Job und anschließend wäre man gerne auch noch ‚fit for fun’! Da nervt die Müdigkeit bloß. Wie werde ich sie los? Die Antwort ist einfach: Mit Licht!

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Licht ist das Geheimnis

Licht ist das Geheimnis: Melatonin wird nämlich verstärkt ausgeschüttet, wenn es dunkel ist. Wer ordentlich Licht macht, kann die Produktion des Sandmännchen-Stoffs unterbinden. Gewöhnliche Lampen reichen dazu aber nicht aus. Sie sind viel zu schwach. Spezielle ‚Lichtduschen’ sind besser.

Wie unterschiedlich stark Licht ist, wird uns kaum bewusst. Die Iris im Auge passt sich, ohne dass wir es merken, den unterschiedlichsten Lichtverhältnissen an. Im Büro bekommen wir trotz Fenstern und Lampen gerade einmal 800 Lux verpasst. Lux ist das Maß für die Lichtstärke. Einen Meter von einer brennenden Kerze entfernt misst man rund 1 Lux. Selbst ein bedeckter Wintertag gibt uns mittags 3.500 Lux. An einem Sommertag werden im Schatten 10.000 Lux gemessen, in der Sonne sind es sogar 100.000 Lux!

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