Lebensmittel: "Unbehandelt" und "kontrolliert" in die Irre geführt
08.06.12
"Aus kontrolliertem Anbau", "unbehandelt" oder "unter Schutzatmosphäre verpackt“: Lebensmittelhersteller kennzeichnen ihre Produkte mit vielerlei Formulierungen - damit sich die Produkte besser verkaufen.
Was bedeuten die Bezeichnungen eigentlich wirklich? Welche Kennzeichnungen führen uns Kunden in die Irre? Welcher Spruch hält nicht, was er verspricht?
Was bedeuten die Bezeichnungen eigentlich wirklich? Welche Kennzeichnungen führen uns Kunden in die Irre? Welcher Spruch hält nicht, was er verspricht?
Was die Aufschriften auf Lebensmitteln wirklich heißen
"Kontrolliert": Kein kontrollierter, ökologischer oder biologischer Anbau, wie zunächst vermutet werden könnte. In Wirklichkeit steckt keine besondere Bedeutung dahinter."Unbehandelt": Leider nur die halbe Wahrheit: Die Produkte sind nach der Ernte nicht mit Wachs oder Anti-Schimmel-Mitteln behandelt, jedoch heißt das nicht, dass vor der Ernte nicht getrickst worden ist, wie z.B. mit Pestiziden.
"Nach der Ernte behandelt": Ein Mittel gegen Keimbildung ist aufgebracht, baut sich aber Stück für Stück selber ab. Experten halten sie für völlig harmlos.
"Ohne Zusatz von Geschmackverstärkern": Es sind keine Geschmacksverstärker im rechtlichen Sinne eines Lebensmittelzusatzstoffes beigefügt. Die Artikel können trotzdem natürliche geschmackverstärkende Zutaten enthalten.
"Unter Schutzatmosphäre verpackt": Die Schutzatmosphäre ist nicht schädlich und erhöht die Haltbarkeit der Produkte. Sie ist für den Verbraucher völlig unkritisch zu betrachten.
"Zuckerfrei": Enthält kein Zucker – dafür aber Fettanteile.
"Ohne Fett": Enthält kein Fett – dafür aber Zucker.
"Für Diabetiker geeignet": Diese Bezeichnung ist nicht wissenschaftlich geprüft und gerechtfertigt. Haushaltszucker wird in diesen Produkten durch Fruchtzucker ersetzt und stellt keine gesunde Alternative dar.













