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Jetzt gilt's: Antworten rund um die Sparlampe

21.09.12 15:01
Energiesparlampe, Ende der GlühbirneAb dem 1. September ist es dunkel um die Glühbirne. Die Zukunft gehört den Energiesparlampen und der LED-Technologie.
Foto: dpa bildfunk

150 Euro Stromkosten pro Jahr können gespart werden

Warum war eigentlich am 1. September Schluss mit der Glühbirne, fragen sich viele Deutsche derzeit. Die Antwort ist einfach: Herkömmliche Glühbirnen sind Stromfresser. Sie wandeln nur etwa fünf Prozent der aufgenommenen Energie in Licht um, sagt das Umweltbundesamt. Der Rest werde als Wärme abgegeben. Die Bürger sollen deshalb zur Beleuchtung ihrer Wohnungen auf Leuchtstoff- oder LED-Lampen umsteigen.

Wie viel weniger Strom brauchen Energiesparlampen?
Sie wandeln nach Angaben des Umweltbundesamtes etwa 25 Prozent der Energie in Licht um und haben damit eine viel größere Ausbeute als herkömmliche Glühbirnen. Das Einsparvolumen beim Strom wird vom Umweltbundesamt auf bis zu 80 Prozent geschätzt. Laut Stiftung Warentest spart eine dreiköpfige Familie durch den Umstieg auf Energiesparlampen rund 150 Euro Stromkosten pro Jahr, ein Single 60 Euro. Allerdings sind die Anschaffungskosten im Vergleich zu Glühlampen viel höher.

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Vorsicht bei zerbrochenen Leuchten

Wie viel Watt bzw. Lumen müssen es sein?
Für die richtige Helligkeit ist die Lumen-Zahl entscheidend. Denn Sparlampen erreichen mit weniger Watt mehr Helligkeit - und LED benötigen noch weniger als Energiesparlampen. Deswegen sollten Sie Lumen (lm) statt Watt (W) vergleichen. 40 Watt einer Glühlampe entsprechen etwa 350 bis 400 Lumen, 75 Watt 800 bis 900 Lumen und 100 Watt 1.140-1.400 Lumen.

Muss ich alle Standard-Glühbirnen jetzt wegwerfen?
Nein. Alle Lampen können weiter verwendet und Restbestände noch verkauft werden. Die EU-Verordnung regelt nur, was künftig in den Handel gebracht werden darf.

Was bringt die Zukunft?
LED-Lampen haben klar die besten Karten. Sie sind zwar noch nicht ausgereift, doch in wenigen Jahren werden sie wohl den Markt beherrschen. Denn sie sind umweltverträglich und benötigen den wenigsten Strom. Im Test der Stiftung Warentest zeigten sich LED-Lampen als extrem langlebig. Den 6.000-Stunden-Dauertest bestanden alle Lampen. Auch wenn sie derzeit in der Anschaffung noch recht teuer sind, rechnen sich die LED-Lampen durch ihre Langlebigkeit und auch dadurch, dass sie kaum an Helligkeit, also an Qualität, einbüßen. Und: LED-Lampen erreichen sofort ihre Leuchtkraft, während viele Energiesparlampen eine Weile dafür brauchen. Das ist besonders in Fluren und Treppenhäusern problematisch, weil man da ja auf schnelle Helligkeit angewiesen ist.

Energiesparlampen und Quecksilber - wie war das doch gleich?
Die heutigen Energiesparlampen enthalten tatsächlich geringe Mengen an giftigem Quecksilber, das beim Bruch austreten kann. Zerbrochene Leuchten sollten deshalb sehr sorgfältig und in gelüfteten Räumen aufgesammelt werden. Einige Hersteller haben das flüssige Quecksilber bereits durch gebundene Formen oder feste Amalgam-Verbindungen ersetzt. Auch gibt es Lampen mit Splitterschutz. In der Öko-Lebenswegbilanz schneiden Kompaktleuchtstofflampen neben Standard-Glühbirnen dennoch um 75 Prozent besser ab - sagt das Umweltbundesamt. Weil Kompaktstoffleuchten nicht in den Hausmüll dürfen, müssen sie an Sammelstellen entsorgt werden. Mittlerweile gibt es ein bundesweit flächendeckendes Netz mit mehr als 8.000 Sammelstellen für ausgediente LED- und Energiesparlampen.

Wie erkennt man, welche Energiesparlampe die richtige ist?
Die Hersteller geben auf den Packungen den Stromverbrauch, die Lebensdauer, die Zeit, bis die Lampe voll leuchtet, die Umrechnung zur alten Wattzahl und die Wärme des Lichts an. Die Lebensdauer von Energiesparlampen variiert je nach Qualität und Preis - nach Expertenschätzungen zwischen 1.500 und 15.000 Stunden. Häufiges Ein- und Ausschalten kann sie verkürzen. Sollte eine Lampe frühzeitig kaputt gehen, scheuen Sie sich nicht, sie einzuschicken.

Wie funktionieren Glühbirnen und wie die neuen Lampen?
In klassischen Glühbirnen wird ein Glühfaden aus Wolfram mit Strom so stark erhitzt, dass er Licht abgibt. Ein Gasgemisch im Glaskolben verhindert das Schmelzen des Fadens. Energiesparende Leuchtstofflampen sind mit einem elektrisch leitenden Gas gefüllt, ihre Innenseite ist mit einem Leuchtstoff beschichtet - wie eine winzige Neonröhre. Andere Varianten sind Halogenlampen (mit Glühdraht) und eben LED - sogenannte Halbleiter, die leuchten, wenn Strom durch sie fließt.