Heute Internet-Blockade durch 'DNS-Changer' – was Sie jetzt tun müssen
09.07.12
Hoffentlich sieht das Testergebnis bei Ihnen auch so aus - dann sind Sie nicht betroffen.Foto: dpa bildfunk
Sind Sie auch betroffen?
Für Hunderttausende Internetnutzer könnte es heute eine unliebsamen Überraschung geben: Wenn der Rechner mit der Schad-Software 'DNS-Changer' infiziert ist, soll der Zugang zum Netz ab sofort stark eingeschränkt sein. Das FBI schaltete in der Nacht entsprechende Server ab. Wenn Sie diese Nachricht lesen können, ist das ein gutes Zeichen.
Bereits Anfang des Jahres gab es die ersten Warnungen, jetzt wird es ernst: User, deren Computer mit dem Schadprogramm infiziert ist, könnten heute Probleme beim Aufrufen von Webseiten bekommen. Hackern war es im November 2011 gelungen, Hunderttausende Rechner weltweit und Zehntausende Rechner in Deutschland so zu manipulieren, dass sie unbemerkt vom Ausland aus gesteuert werden können.
Dann zerschlug die US-Bundespolizei das 'DNS-Changer-Netzwerk' und richtete als Übergangslösung Ersatzserver ein, über die die DNS-Anfragen befallener Computer korrekt abgewickelt wurden. Diese Server wurden vom FBI um 5 Uhr morgens MEZ endgültig abgeschaltet. Über den DNS-Dienst werden die einfachen Domain-Namen von Webseiten mit deren komplizierten IP-Adressen verbunden.
Bereits Anfang des Jahres gab es die ersten Warnungen, jetzt wird es ernst: User, deren Computer mit dem Schadprogramm infiziert ist, könnten heute Probleme beim Aufrufen von Webseiten bekommen. Hackern war es im November 2011 gelungen, Hunderttausende Rechner weltweit und Zehntausende Rechner in Deutschland so zu manipulieren, dass sie unbemerkt vom Ausland aus gesteuert werden können.
Dann zerschlug die US-Bundespolizei das 'DNS-Changer-Netzwerk' und richtete als Übergangslösung Ersatzserver ein, über die die DNS-Anfragen befallener Computer korrekt abgewickelt wurden. Diese Server wurden vom FBI um 5 Uhr morgens MEZ endgültig abgeschaltet. Über den DNS-Dienst werden die einfachen Domain-Namen von Webseiten mit deren komplizierten IP-Adressen verbunden.
IP-Adresse statt Domain-Name
Mit der Internetseite www.dns-ok.de oder unter www.dnschanger.eu können Internetnutzer prüfen, ob ihr System von dem Schadprogramm DNS-Changer betroffen ist. In dem Fall erhalten sie eine Warnmeldung mit roter Statusanzeige. Ergänzt wird dieser Hinweis durch eine Reihe von Empfehlungen, mit denen die Anwender die korrekten Systemeinstellungen wiederherstellen sowie gegebenenfalls die Schadsoftware vom System entfernen können.Durch die Abschaltung der Ersatzserver dürften die Internet-Adressen für Betroffene allerdings nicht mehr über die Domains erreichbar sein. Geben Sie in dem Fall einfach http://87.106.161.150 in die Adresszeile des Browsers ein.
Das DNS-Changer-Schadprogramm wurde über Lücken im Browser oder veraltete Plug-ins eingeschleust. Deswegen sollten Sie zusätzlich einen Browsercheck unter www.botfrei.de/browsercheck machen: Hier können Sie überprüfen, ob ihr Browser und alle Plug-ins auf dem neuesten Stand sind und nötigenfalls aktuelle Versionen installieren. Werden veraltete Versionen von Browser oder Plug-ins angezeigt, sollte zusätzlich unbedingt ein gründlicher Systemcheck durchgeführt werden.













