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Gesundheitsreport 2012: Diese Jobs machen krank

27.04.12
Gesundheitsreport 2012 deckt auf: In diesen Branchen sind die Krankenstände besonders hoch.Der Gesundheitsreport 2012 zeigt, in welchen Branchen die Krankenstände besonders hoch sind.
Foto: dpa bildfunk

Hohe Fehlzeiten bei körperlich anstrengenden Berufen

Wer körperlich hart arbeitet, ist öfter krank. Das ist das Ergebnis vom 'Gesundheitsreport 2012', den die 'Techniker Krankenkasse' in Auftrag gegeben hat.

Die Wartezimmer in deutschen Arztpraxen werden immer voller: 13 Fehltage hat ein Arbeitnehmer 2011 im Schnitt auf seinem Krankenkonto verbucht - das sind 0,7 Tage mehr als noch im Jahr davor. Besonders alarmierend: Krankschreibungen aufgrund psychischer Diagnosen sind wieder um knapp neun Prozent gestiegen. Die wichtigsten Zahlen der Studie im Überblick:

Die Top 10 der Fehltage nach Berufen sortiert (Frauen):

1. Verkehrs und Lagerberufe: 20,7
2. Ernährungsberufe: 20,6
3. Metallberufe: Installations- und Metallbautechnik: 20,3
4. Bau- und Holzberufe: 19,5
5. Chemiearbeiter/ Kunstoffverarbeiter: 18,4
6. Friseure, Gästebetreuer, Hauswirtschafter, Reiniger: 17,8
7. Elektroberufe: 17,7
8. Papierhersteller, -verarbeiter, Drucker: 16,5
9. Ordnungs- und Sicherheitsberufe: 16,0
10. Metallberufe: Installations- und Metallbautechnik: 15,7
und Sozial- und Erziehungsberufe, Seelsorger: 15,7

Insgesamt kommen Frauen auf einen Jahresdurchschnitt von 14,2 Fehltagen.

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Der Osten liegt in Sachen Krankenstand vorne

Die Top 10 der Fehltage nach Berufen sortiert (Männer):

1. Bau- und Holzberufe: 19,5
2. Verkehrs- und Lagerberufe: 18,2
3. Metallberufe: Metallerzeugung und -bearbeitung: 17,8
4. Chemiearbeiter/ Kunstoffverarbeiter: 17,4
5. Metallberufe: Installations- und Metallbautechnik: 17,0
6. Friseure, Gästebetreuer, Hauswirtschafter, Reiniger: 16,5
7. Papierhersteller, -verarbeiter, Drucker: 16,2
8. Ernährungsberufe: 16,0
9. Agrarberufe, grüne Berufe: 15,5
10. Ordnungs- und Sicherheitsberufe: 14,6

Insgesamt kommen Männer auf einen Jahresdurchschnitt von 11,8 Fehltagen pro Jahr.

Fehltage nach Branchen sortiert:
1. Hilfsarbeiter: 20,3
2. Bau- und Holzberufe: 19,5
3. Verkehrs und Lagerberufe: 19,2
4. Metallberufe: Installations- und Metallbautechnik: 18,9
5. Ernährungsberufe: 17,9
und Chemiearbeiter/ Kunstoffverarbeiter: 17,9

Die niedrigsten Krankenstände gibt es in technisch-naturwissenschaftlichen (9,1 Fehltage) und Medien-, geisteswissenschaftlichen und künstlerischen Berufen (9,8).

Die Zahlen gehen auch Hand in Hand mit der Aufschlüsselung der Fehlzeiten nach Ausbildungsstand: Haupt- oder Realschüler ohne Berufsausbildung, die in der Regel in körperlich anstrengenden Berufen tätig sind oder Aushilfsjobs übernehmen, weisen den höchsten Krankenstand auf (Männer: 19,7; Frauen: 20,6 Fehltage). Akademiker bleiben am seltensten zu Hause: Frauen im Schnitt 9,2 Tage, Männer 5,7 Tage.

Interessant auch: Die mit Abstand meisten Krankentage gehen inzwischen auf das Konto von Depressionen (2.863.958) - im Verhältnis zu den 51.564 registrierten Fällen ein extrem hoher Wert. Auf Platz 2 liegt das Volksleiden Rückenschmerzen mit 2.763.764 Fehltagen und 207.501 Fällen.

Im Osten ist der Krankenstand übrigens besonders hoch: Angeführt wird die Statistik von Mecklenburg-Vorpommern (15,91 Fehltage), gefolgt von Brandenburg (15,84) und Sachsen-Anhalt (15,11). Auf den hinteren Plätzen rangieren Bayern (11,05) und Baden-Württemberg (10,51).

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