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Zahnfleischentzündung vorbeugen: Zahnhygiene schütz vor Krankheit

19.07.11 15:59
Der Zahnarzt prüft genau, ob Zahnfleischentzündungen vorliegen.Entzündetes Zahnfleisch erhöht das Risiko. einen Herzinfarkt zu bekommen.
Foto: dpa bildfunk

Zahnfleischentzündungen: Infarktrisiko steigt

Karies und Zahnfleischentzündungen sind ja eigentlich schon schlimm genug, jetzt haben schwedische Forscher aber noch einen draufgelegt: Zu wenig Zähne können das Risiko für Herzinfarkt und Co. deutlich erhöhen.

Der schwedische Wissenschaftler Anders Holmlund hat für seine Studie rund 7.500 Menschen mit Zahnfleischentzündungen über zwölf Jahre beobachtet und ist zu erschreckenden Befunden gekommen. Wer weniger als zehn Zähne im Mund hat, hat demnach ein siebenfach höheres Infarktrisiko als Gleichaltrige mit vollem Gebiss.

Dass mangelnde Zahnhygiene zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt, ist bereits seit längerem bekannt. Infektionen im Mundraum führen dazu, dass Erreger in den Blutkreislauf eindringen und besonders die Herzkranzgefäße schädigen. Neu ist aber der Zusammenhang zwischen gefährlichen Kreislauf-Erkrankungen und der Anzahl der vorhandenen Zähne. Während der Dauer der Studie starben 629 der beobachteten Teilnehmer.

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5 Punkte für die richtige Zahnpflege und ein langes Leben

Wer länger leben will, sollte also sein Gebiss sorgfältig pflegen. Wir empfehlen folgende Maßnahmen.

1. Regelmäßiges Zähneputzen ist durch nichts zu ersetzen. Morgens und abends sollten Sie die Beißerchen jeweils drei Minuten lang mit einer mittelharten Bürste reinigen. Zahnärzte empfehlen dazu die elektrischen Bürsten mit dem rotierenden Kopf.

2. In die Zahnzwischenräume kommt die Bürste oft nicht hin: Dann sollten Sie zur Zahnseide greifen.

3. Für größere Zahnzwischenräume gibt es auch in jeder Drogerie besondere Bürstchen in unterschiedlicher Stärke.

4. Mindestens einmal im Jahr, besser alle sechs Monate, brauchen Sie einen Termin beim Zahnarzt. Auch wenn Sie keine Beschwerden haben. Der schaut nach, ob alles in Ordnung ist und kann Probleme frühzeitig erkennen und ohne großen Aufwand (und ohne Schmerzen!) beseitigen.

5. Karies und Zahnfleisch-Probleme hängen auch mit der Ernährung zusammen. Steht auf Ihrem Schreibtisch ständig eine Flasche Limo oder Cola? Mit dem darin enthaltenen Zucker schaffen Sie beste Bedingungen für die Karies-Erreger. Auch wenn Sie hauptsächlich von weicher Nahrung leben, die beinahe auch gelutscht werden könnte, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn Ihnen die Zähne ausfallen! Abhilfe: Essen Sie regelmäßig Nahrung, die gut gekaut werden muss. Müsli, Nüsse, Rohkost, Vollkornbrot – gerne auch schon etwas trockener. Ihren Zähnen wird das gefallen!

Ein weiterer positiver Nebeneffekt solch guter Zahnpflege ist, dass Sie keine Probleme mehr mit Mundgeruch haben. Meist entsteht der unangenehme Geruch nämlich durch mangelhafte Zahnpflege und kranke Zähne. Wenn Sie sich außerdem im Drogeriemarkt einen Zungenschaber kaufen, können Sie damit den Belag auf der Zunge entfernen und sollten nie wieder Probleme durch Mundgeruch bekommen.

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