Warnung vor Karnevalsmasken

03.02.10

Foto: MEV

Karneval steht vor der Tür und Millionen Menschen werden sich verkleiden. Sie werden als Gorillas an den Karnevalszügen stehen, sie werden als Obama in der Kneipe sein, sie werden als Hexe die Männer mit einem Fluch belegen und sie werden als Teufel oder Monster hinter den Mädels herjagen.

Was die meisten aber nicht wissen, ist: Sie werden sich in erster Linie gesundheitlichen Schaden zufügen. 'Ökotest' hat zehn Masken unter die Lupe genommen und ein verheerendes Fazit gezogen.

Alle zehn getesteten Karnevalsmasken waren mangelhaft. Die 'Zutaten' der Karnevalsmasken waren gar nicht lustig. Fast alle enthielten polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Phthalate und Nitrosamine. Phtalate stehen in Verdacht, Krankheiten wie Diabetes hervorzurufen, sie können zu Unfruchtbarkeit führen und Föten in der Entwicklung stören. Nitrosamine gelten als stark krebserregend.

In den Masken, die übrigens nahezu komplett in China gefertigt wurden, überstieg der Gehalt der Gifte den Grenzwert zum Teil um um das 50-fache. Auch eine Grenzwertüberschreitung um das 25- oder das 30-fache war keine Seltenheit.

Die Tester fanden auch Weichmacher in den Masken. Bei einer 'Howling-Ghost'-Maske wurde der Grenzweit eines Weichmachers gar um das 100-fache überschritten. Leider gilt dieser Grenzwert nur für Kinderspielzeug und Babywaren. Das heißt: Dieser hohe Anteil an Diethylhexylphthalat, wie der Weichmacher heißt, ist sogar erlaubt!

Doch mit welchen Konsequenzen? Alle Masken im Test dünsteten schädigende Gase aus, sogenannte flüchtige organische Verbindungen (VOC). Diese haben nervenschädigende Wirkungen und können die inneren Organe angreifen.

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