Zeckenbiss: Impfung schützt vor FSME
10.04.13
Eine Impfung schützt vor dem FSME-ErregerFoto: dpa bildfunk
FSME-Erreger lauern in der Zecke
Zecken beherbergen eine Menge unterschiedlicher Krankheits-Erreger, die durch den Stich und den Kontakt mit unserem Blut auf den Menschen übertragen werden können. Das kann zu schweren Krankheiten wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Borreliose führen.
FSME ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Krankheit und kann zur gefährlichen Hirnhaut-Entzündung führen. Borreliose-Bakterien können bei Infizierten die Organe, das Nervensystem und die Gelenke sowie das Gewebe befallen. Dazu kommen noch eine weitere Reihe möglicher Krankheiten, die aber selten sind.
FSME ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Krankheit und kann zur gefährlichen Hirnhaut-Entzündung führen. Borreliose-Bakterien können bei Infizierten die Organe, das Nervensystem und die Gelenke sowie das Gewebe befallen. Dazu kommen noch eine weitere Reihe möglicher Krankheiten, die aber selten sind.
Bei der FSME-Impfung werden abgetötete FSME-Viren in den Körper injiziert. Das Immunsystem produziert daraufhin bei vollständig durchgeführter Impfung spezielle Abwehrstoffe (Antikörper), mit deren Hilfe bei einer Infektion die Eindringlinge erkannt und zerstört werden.
Empfohlen wird die FSME-Impfung allen, die in einem FSME-gefährdeten Gebiet wohnen (Süddeutschland, Hessen, Thüringen) oder dorthin reisen und sich gerne in der Natur aufhalten. 90 Prozent der an FSME erkrankten Personen infizieren sich bei Freizeitaktivitäten, zum Beispiel beim Wandern, Zelten, Joggen oder der Gartenarbeit.
Für eine komplette FSME-Impfung werden drei Injektionen benötigt, wobei die ersten beiden Impfungen in aller Regel im Abstand von ein bis drei Monaten durchgeführt werden. Die dritte Spritze folgt nach neun bis zwölf Monaten. Danach muss der Impfschutz alle drei bis fünf Jahre einmal aufgefrischt werden.
Eine Impfung kostet rund 25 Euro, manchmal zahlt das auch die Kasse. Ein zeitlich begrenzter Impfschutz (etwa für Urlauber) erfordert laut Robert Koch Institut mindestens zwei Gaben des Impfstoffs. Grundsätzlich ist die Impfung für Kinder ab einem Jahr möglich, dennoch sollte bei Kindern mit dem Arzt genau abgesprochen werden, ob eine Impfung notwendig ist.
Bei einem Zeckenbiss in einem FSME-Gebiet kann unter Umständen eine passive Impfung nach dem Stich erfolgen, wenn kein aktiver Impfschutz vorliegt. Dies ist jedoch nur kurzfristig nach dem Biss möglich, da sonst durch die Impfung selbst schwere Nebenwirkungen auftreten können.













