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Aneurysma: Symptome und Behandlung

07.02.11 13:18
Während der Operation eines Aneurysmas war es bei Sportmoderatorin Monica Lierhaus zu Komplikationen gekommen.
Foto: dpa bildfunk

Was ist ein Aneurysma?

Während der Operation eines Hirn-Aneurysmas war es im Januar 2009 bei Sportmoderatorin Monica Lierhaus zu Komplikationen gekommen. Die Sportmoderatorin erlitt eine Hirnblutung, die so schwere Folgen hatte, dass die beliebte Moderatorin monatelang in ein künstliches Koma versetzt werden und alltägliche Dinge wie Laufen oder Sprechen wieder von Grund auf neu lernen musste. Aber wie entsteht ein Aneurysma? Was sind die typischen Symptome? Und welches ist die richtige Behandlungsmethode?

Viele Menschen haben den Begriff Aneurysma schon einmal gehört, aber die wenigsten wissen, was genau sich dahinter verbirgt. Ein Aneurysma ist eine sackartige Gefäßerweiterung einer Arterie. Ursache dafür ist eine angeborene Schwäche der Zellen der Gefäßinnenwand. Da eine solche Ausbuchtung der Arterie nicht über die normale Muskelschicht der Arterienwand verfügt, stellt sie eine Schwachstelle der entsprechenden Arterie dar. Daher besteht die Gefahr, dass das Aneurysma reißt.

Die Größe der Aneurysmen liegt zwischen 5 und 30 Millimetern. Bei etwa einem Fünftel der Betroffenen bildet sich mehr als ein Aneurysma. Bei größeren Aneurysmen, etwa ab 10 Millimetern, ist die Gefahr, dass die Gefäßwand aufreißt, größer als bei kleineren Aneurysmen.

Besonders riskant sind Aneurysmen in herznahen Blutgefäßen oder auch im Gehirn. Wenn sie reißen, können sie zu lebensbedrohlichen inneren Blutungen führen. Je größer der Durchmesser des Aneurysmas ist, desto größer ist dieses Risiko: Der Druck auf die Gefäßwand nimmt nämlich mit dem Durchmesser ebenfalls zu. Aneurysmen der vom Herzen weiter entfernten Gefäße sind teilweise mit Blutgerinnseln gefüllt. Diese Gerinnsel können sich durch bestimmte Bewegungen lösen und zu Gefäßverschlüssen führen (Embolie). Am häufigsten treten Aortenaneurysmen auf. Dabei handelt es sich um die Ausweitung der
Hauptschlagader. Darunter leiden etwa drei Prozent aller Menschen.

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Was sind die Ursachen? Und was sind typische Symptome?

Aneurysmen treten meist bei älteren Menschen auf. Als Risikofaktoren und häufigste Ursache gelten Bluthochdruck und Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Seltener können aber auch Infektionen der Auslöser sein. Dazu zählen so unterschiedliche Erkrankungen wie Grippe, rheumatisches Fieber oder Eiterherde im Körper. Denn Infektionen und
Entzündungen an der Arterie können eine Erweiterung der Gefäße nach sich ziehen. Aneurysmen können familiär gehäuft auftreten.

Aneurysmen der Herzwand entstehen in der Regel durch Herzinfarkte. Aber auch Parasiten-Erkrankungen, wie beispielsweise die Chagas-Krankheit, kann zur Zerstörung der Herzmuskelzellen führen, in deren Folge ein Aneurysma enstehen kann.

Über 90 Prozent der Hirn-Aneurysmen kommen im Bereich der Hirnbasis-Gefäße des Circulus arteriosus cerebri (oder Circulus arteriosus Willisii) vor. Meistens werden Hirnaneurysmen erst festgestellt, wenn sie geplatzt sind. Vorher machen sie häufig keine Beschwerden.

Als frühes Zeichen für ein Aneurysma treten oft wiederkehrende Kopf- und Gesichtsschmerzen auf, die sich auf einen begrenzten Bereich beschränken. Wenn das Aneurysma noch nicht geplatzt ist, kann es durch seine Größe auf Hirnnerven drücken. Dabei kommt es insbesondere zu Seheinschränkungen, Augenmuskellähmungen, Sehen von Doppelbildern und Gesichtsfeldausfällen.

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