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Schulden? Dann ist das neue P-Konto was für Sie

01.07.10 14:14
So bleibt ein Freibetrag vor Zugriffen geschützt
Foto: dpa bildfunk

So bleibt ein Freibetrag vor Zugriffen geschützt

Wer verschuldet ist, der sollte jetzt ganz genau aufpassen. Denn seit dem 1. Juli 2010 haben alle Schuldner die Möglichkeit, ihr Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) umzuwandeln. Dies hat den Vorteil, das auf so einem P-Konto ein Freibetrag von monatlich 985,15 Euro vor einer Pfändung sicher sind. Das gilt für Ledige ohne Unterhaltsverpflichtung.

Verschuldete Bürger stehen so nicht vollkommen mit leeren Händen dar, sondern haben durch den unangetasteten Betrag die Möglichkeit, Zahlungsverpflichtungen wie zum Beispiel für Miete oder Strom weiter zu erfüllen. Das Geld kann natürlich auch für andere Zwecke verwendet werden.

Wer hat das Recht auf ein P-Konto?
Jeder, der über ein bestehendes Girokonto verfügt. Ein Recht auf ein Girokonto gibt es aber derzeit nicht. Es besteht zwar die klare gesetzliche Verpflichtung der Banken ein bereits bestehendes Konto als P-Konto weiterzuführen. Auf die Neueinrichtung besteht aber kein Rechtsanspruch. Und letztendlich entscheiden die Banken, ob ein bestimmter Kunde bei Ihnen ein Konto eröffnen darf. Im Übrigen ist auch nur ein P-Konto pro Person erlaubt.

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Welche Vorteile hat ein P-Konto?
Bisher war es möglich, dass verschuldeten Menschen das Konto gesperrt werden konnte. Auf einem P-Konto bleibt ein Betrag von monatlich 985,15 Euro unangetastet, was Schuldnern die Möglichkeit trotz Verschuldung über einen gewissen Geldbetrag zu verfügen. Nicht verbrauchtes Guthaben kann sogar auf den Folgemonat übertragen werden. Da keine Sperrung des Kontos erfolgt sind Schuldner nicht mehr vom bargeldlosen Zahlungsverkehr ausgeschlossen.

Ist es egal, woher das Geld auf einem P-Konto kommt?
Ja, die Art des Einkommens spielt beim P-Konto keine Rolle, jede Art von Einkommen ist geschützt. Bislang waren es nur Sozialleistungen und Arbeitseinkommen. Jetzt kommt es auf die Art der Einkünfte nicht mehr an. Geschützt ist die Sozialleistung gleichermaßen wie das Arbeitseinkommen, die Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit oder auch ein Geldgeschenk von Tante Erna.

Ist eine Erhöhung des Freibetrages möglich?
Ja, das ist möglich. Bei Unterhaltsverpflichtungen, Kindergeldbezug und gesundheitlich bedingtem Mehraufwand ist eine Erhöhung des Betrags erlaubt und vorgesehen. Dies muss der Bank jedoch mittels einer Bescheinigung nachgewiesen werden, sonst gibt's auch nicht mehr Geld. Derartige Bescheinigungen können zum Beispiel von Schuldnerberatungen,. Familienkassen, Sozialleistungsträgern, Arbeitgebern, Rechtsanwälten und Notaren ausgestellt werden.

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