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Energiepreise steigen um 74 Prozent

21.06.10

Foto: deutsche presse agentur

Studie über zwölf Jahre: Energiepreise haben stark angezogen

Ob Heizen, Tanken oder Wäsche waschen – private Haushalte in Deutschland müssen immer mehr für Energie zahlen. Ein Drei-Personen-Haushalt muss im Vergleich zu 1998 für Energie rund 180 Euro mehr im Monat bezahlen. Das hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln errechnet.

Demnach müssen die Deutschen 5.073 Euro pro Jahr für Strom, Gas und Benzin ausgeben. 1998 waren es noch 2.162 Euro - das sind 74 Prozent mehr. Besonders hart trifft die Preisentwicklung Menschen, die in schlecht isolierten Häusern leben und Berufspendler.

Hauptursache für den Anstieg der globalen Energiepreise ist die starke Nachfrage von Ländern wie China und den USA. Der zweitgrößte Preistreiber war der Staat selbst mit der Einführung der Ökosteuer. Umlagen für erneuerbare Energien und die Kraft-Wärme-Kopplung sowie die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent haben die Energiekosten in Deutschland zusätzlich in die Höhe getrieben. Selbst wenn der Trend zu sparsameren Fahrzeugen und effizienterer Haushaltstechnik anhält, dürfte das den Anstieg der Energiekosten nicht aushalten, so das Institut.

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