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Elektrostimulation: Fit und schlank durch Strom?

29.11.12 16:04
Elektrostimulation- und Hightech-Methoden im VergleichBauchfett und Hüftspeck geht es jetzt mit ganz modernen Methoden an den Kragen.

Elektrostimulation-Methoden im Vergleich

Eine Traumfigur in Rekordzeit und das fast ohne Anstrengung - das versprechen drei spezielle Trainingsmethoden, die den Körper mit Hilfe von elektrischen Impulsen in Form bringen sollen. Aber was bringen Strom-Gürtel, Muskel-Stimulations-Anzüge und Vibrationsplatten wirklich?

Martin Lieb vom Verband der Personal Trainer bewertet die angeblichen Wunder-Methoden. Testperson Gizem wiegt zu Beginn der Aktion genau 63,8 Kilogramm - bei einer Körpergröße von 1,64 Meter. Ihr Körperfettanteil liegt bei 30,9 Prozent. Ob sich das Testtraining für Gizem wirklich gelohnt hat, zeigt die Körpergewichtsanalyse nach Abschluss der Aktion.

Trainingsmethode Nummer 1: Der Stromgürtel
Durch elektrische Impulse stimuliert das Gerät die Muskeln rund um den Hüftansatz, der so quasi nebenbei wegschmelzen soll - etwa beim Lesen auf dem Sofa oder beim gemütlichen Fernsehgucken. Mindestens acht Wochen müsste Gizem für eine schlanke Taille durchhalten, doch der Experte rät ab.
Anwendung: Täglich etwa 30 Minuten.
Kosten: 89 Euro.
Fazit: "Da passiert anfangs etwas, aber langfristig gibt es keinen Effekt, gerade bei Gizem. Sie möchte Gewicht verlieren und damit kann man nicht abnehmen", sagt Fitness-Experte Lieb. Um Fett abzubauen, ist die Intensität einfach zu gering.

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Wie gut ist die Vibrationsplatte?

Trainingsmethode Nummer 2: Die Ganzkörper-Elektro-Muskel-Stimulation (EMS)
Das Prinzip ist ähnlich wie beim Strom-Gürtel - elektrische Impulse im Neopren-Outfit sollen Körperfett in Muskeln verwandeln. Damit die Stromimpulse auch ankommen, muss der Anzug erstmal leitfähig gemacht werden - mit Wasser.
Trainingsaufwand: 1 bis 2 Mal in der Woche je 20 Minuten.
Kosten: 30 Euro pro Training.

Fazit: EMS-Training bringt tatsächlich einen intensiven und hochwirksamen Trainingsreiz. "Sehr viele Muskeln ziehen sich zusammen, das macht die hohe Wirksamkeit aus", sagt Martin Lieb. Für Männer ist das Workout wegen des schnellen Muskelaufbaus optimal - auch das Terminator-Outfit gefällt den Herren. Gizem ist das Ganze zu kalt und zu nass. Doch die elektronische Muskel-Stimulation kommt ohnehin nicht für jeden in Frage, warnt der Experte. Schwangere und Epileptiker sollten sich den elektrischen Impulsen nicht aussetzen. Wer meint zu einer Risikogruppe zu gehören, sollte das unbedingt vorher ärztlich abklären.

Trainingsmethode Nummer 3: Die Vibrationsplatte
Der Sportler steht auf einer Plattform und wird beim Trainieren ordentlich durchgerüttelt. Bis zu 3000 Muskelreflexe können durch die Vibration der Bodenplatte pro Minute im ganzen Körper erzeugt werden. Kombiniert mit unterschiedlichen Übungen erreichen die Schwingungen bis zu 90 Prozent aller Muskeln.
Trainingsaufwand: 1 bis 2 Mal in der Woche je 10 Minuten.
Kosten: Zwischen 25 und 50 Euro pro Einzeltraining.
Fazit: Die Power Plate ist extrem effektiv - vor allem für Frauen. Schließlich wirkt sich das Training besonders positiv auf die Beine und das Bindegewebe aus.

Gizem hat in insgesamt nur 30 Minuten Training über 2 Prozent Körperfett in Muskelmasse verwandelt. Aber auch die effektivsten Trainingsmethoden sind nur so lange wirksam, wie trainiert wird. Der Traum vom flachen Bauch erfüllt sich noch schneller, wenn Sie auf eine gesunde Ernährung setzen.