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Familien drohen 2013 Kürzungen beim Elterngeld

25.12.12 19:48
Elterngeld, Einbußen, FamilienAb 2013 müssen Familien mit deutlichen Einbußen beim Elterngeld rechnen.
Foto: dpa bildfunk

Berechnung wird komplizierter

Seit sechs Jahren gibt es das Elterngeld. Einige Ziele scheinen erreicht: Mehr berufstätige Frauen entscheiden sich für ein Kind, Väter nehmen öfter eine Auszeit. Doch ab 2013 müssen Familien mit deutlichen Einbußen bei den Zuschüssen rechnen. Hintergrund ist eine Änderung der Berechnungsgrundlage für das Elterngeld zum Jahreswechsel.

Bisher konnten werdende Eltern anhand ihrer Lohnabrechnung relativ leicht selbst ausrechnen, wie hoch das Elterngeld ausfällt - nämlich in der Regel 65 bis 67 Prozent des durchschnittlichen Netto-Einkommens der letzten 12 Monate vor Geburt des Kindes, höchstens 1.800 Euro und das bis zu 14 Monate lang. Doch damit ist im kommenden Jahr Schluss.

Im Juli 2012 hat der Bundesrat das Gesetz zum Elterngeld geändert. Ziel war es, die Berechnung des Zuschusses zu vereinfachen und somit eine schnellere Auszahlung zu erwirken. Doch für viele Familien bedeutet dies vor allem komplizierte Rechnerei und am Ende weniger Elterngeld. So wird nicht mehr der tatsächliche Nettoverdienst der letzten zwölf Monate vor der Geburt des Kindes zur Berechnung herangezogen, sondern eine Pauschale – 21 Prozent für Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung – vom Brutto abgezogen und als Berechnungsgrundlage genommen.

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Experten raten: Steuerklasse frühzeitig wechseln

Diese Pauschale liegt aber dann rund einen dreiviertel Prozentpunkt über den aktuellen Beitragssätzen. Die Folge: Es ergibt sich in der Berechnung ein geringeres Nettoeinkommen und somit auch weniger Elterngeld.

Änderungen gibt es ebenfalls beim Thema Steuerklasse: Bisher konnte der Elternteil, welcher den Großteil der Elternzeit in Anspruch nehmen wollte, kurzfristig in die günstige Steuerklasse III wechseln. Ab 2013 gilt: Ausschlaggebend ist die Steuerklasse, die in den zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes überwogen hat. "Ein Wechsel der Steuerklasse lohnt sich deshalb nur dann, wenn er mindestens sieben Monate vor der Geburt des Kindes geschieht", so Experten der Deutschen Vermögensberatung. "Dafür lohnt es sich aber umso mehr, denn die Differenz kann mehrere 100 Euro im Monat ausmachen." Zudem werden Freibeträge werden nicht mehr berücksichtigt.

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