Fahrbericht: Audi A3 hat ordentlich abgespeckt
14.06.12
Das ist der Neue aus Ingolstadt: Audi A3Weniger Gewicht, teure Extras
Er wiegt heute wieder so viel wie vor 15 Jahren - und wer kann das schon von sich behaupten? Audi hat seinen neuen A3 einer radikalen Diät unterzogen. Innenraum, Karosserie, Antrieb: Die Ingolstädter haben an allen Fronten gegen jedes überflüssige Gramm gekämpft. Das Ergebnis ist 80 Kilo leichter als das Vorgängermodell, effizienter und macht seinem Image als Premiummodell der Kompaktklasse alle Ehre. Für maximalen Fahrspaß und Sicherheit muss der Kunde aber ordentlich draufzahlen.
Rein äußerlich hat sich der A3 nicht verändert. Ein Laie würde nicht erkennen, dass die neue Generation neben ihm an der Ampel steht. Lediglich die Scheinwerfer sind nun keilförmig gezeichnet, die Unterkante zieht eine elegante Welle. Aber ist das jetzt konsequent oder ein Zeichen für fehlenden Mut? Konsequent, weil die Autobauer der Familienähnlichkeit aller Kritik zum Trotz treu geblieben sind. Fehlender Mut, weil man Angst hatte, die Stammkäuferschaft durch einen neuen Look zu vergraulen.
Tja, Audi ist eben solide. Ein Wort, das auch beim Interieur in den Sinn kommt. In Sachen Cockpit-Design, Materialien und Verarbeitung gibt es nichts zu mäkeln. Die Bedienung ist intuitiv und klappt auch ohne Studium der Anleitung. Der Controller in Form eines runden Druckknopfes erkennt durch ein integriertes Sensorfeld die Handschrift des Fahrers. So hat das nervige Eintippen von Navigationszielen endlich ein Ende. Kostenpunkt inklusive Navigationspaket und elektrisch ausfahrbarem 7-Zoll-Farbdisplay: 2.725 Euro.
Rein äußerlich hat sich der A3 nicht verändert. Ein Laie würde nicht erkennen, dass die neue Generation neben ihm an der Ampel steht. Lediglich die Scheinwerfer sind nun keilförmig gezeichnet, die Unterkante zieht eine elegante Welle. Aber ist das jetzt konsequent oder ein Zeichen für fehlenden Mut? Konsequent, weil die Autobauer der Familienähnlichkeit aller Kritik zum Trotz treu geblieben sind. Fehlender Mut, weil man Angst hatte, die Stammkäuferschaft durch einen neuen Look zu vergraulen.
Tja, Audi ist eben solide. Ein Wort, das auch beim Interieur in den Sinn kommt. In Sachen Cockpit-Design, Materialien und Verarbeitung gibt es nichts zu mäkeln. Die Bedienung ist intuitiv und klappt auch ohne Studium der Anleitung. Der Controller in Form eines runden Druckknopfes erkennt durch ein integriertes Sensorfeld die Handschrift des Fahrers. So hat das nervige Eintippen von Navigationszielen endlich ein Ende. Kostenpunkt inklusive Navigationspaket und elektrisch ausfahrbarem 7-Zoll-Farbdisplay: 2.725 Euro.
Zylinderabschaltung für höhere Effizienz
Ein Blick unter die Haube lohnt sich natürlich auch - schließlich zählt nicht nur das Aussehen. Dort hat sich einiges getan. So trinkt zum Beispiel der neue Audi A3 2.0 TDI nur noch 4,1 Liter pro 100 Kilometer, alle Antriebe liegen bei unter 131 g CO2 pro Kilometer - schon bemerkenswert, wie umweltschonend Autobauer sein können, wenn sie denn müssen. Der neue A3 geht mit zwei Benzinern und einem Diesel ins Rennen - allesamt mit vier Zylindern, Turbolader und Direkteinspritzung. Der 1,4 Liter Motor bringt 122 PS auf die Straße, an der Spitze steht der 1,8 Liter große TFSI mit 180 PS, der sich locker auf 232 Stundenkilometer schraubt. Auch in Serpentinen liegen die Flitzer sicher auf der Straße und bieten maximalen Fahrkomfort.Besonders überzeugen konnte bei einer Testfahrt übrigens der 1,4-Liter-TFSI mit 140 PS und Zylinderabschaltung. Audi nennt das Cylinder on demand. Mit der neuen Technologie können zwei von vier Zylindern deaktiviert werden - ganz ohne Ruckeln und Einbußen beim Fahrspaß. Da tut es eigentlich nichts zur Sache, dass sich auch nach intensivem Rumprobieren nicht ausmachen lässt, wann genau sich die Technik einschaltet.
Bei der aktiven Sicherheit haben die Entwickler ebenfalls einen drauf gesetzt - leider nur gegen einen fürstlichen Aufpreis. Wer das Geld trotzdem investieren möchte, kann den Wagen mit Spurwechsel- (500 Euro) und -haltewarnung (600 Euro), automatischer Distanzregelung (560 Euro), Rückfahrkamera (410 Euro) sowie Parkassistent (890 Euro) aufrüsten.
Nette Spielerei: Die Phonebox. Hier kann der Fahrer sein Handy vor allem bei längeren Strecken parken und sich über weniger Strahlung im Auto, besseren Empfang und damit einhergehend einen niedrigeren Akkuverbrauch freuen. Doch wieder muss der Kunde draufzahlen: Die Box schlägt mit stolzen 620 Euro zu Buche. Für extra Cash sind on top außerdem weiche Ledersitze, Voll-LED-Scheinwerfer, ein Soundsystem von Bang & Olufsen oder ein Navigationssystem mit Internetanschluss erhältlich.
Dass so viel solide Ingenieursleistung nicht zum Schnäppchenpreis zu haben ist, verwundert nicht. Der Einstiegspreis für einen 1.2 TFSI mit 105 PS liegt bei 21.600 Euro. Durch die üppige Aufpreisliste gibt es aber viel Spielraum nach oben. So sind sie eben, die Premiummodelle. Allen, die sich einen Neuwagen nicht mal eben aus der Kaffeekasse finanzieren, sei gesagt: Serienmäßig an Bord sind immerhin höhenverstellbare Vordersitze, Wärmeschutzglas, Radio, Klimaanlage, Start-Stopp-System und sieben Airbags.
Von Christina Rings











