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Erkältungsmittel im Test: Keine Kombinationspräparate bei Erkältung!

22.11.13 16:12
Stiftung Warentest hat Erkältungsmittel getestetKeine Kombinationspräparate bei Erkältung! Die belasten, statt zu helfen.

Diese Medikamente belasten den Körper unnötig

Husten, Schnupfen, Heiserkeit - wenn es an allen Ecken schnieft und niest, wird der Apotheker des Vertrauens zurate gezogen. Meist kauft man dann ein Kombinationspräparat gegen Grippe oder Erkältung. Doch diese Medizin macht nicht immer gesund, sondern ist meist überflüssig, da wirkungslos. Oder schlimmer noch: sie schadet! Das hat Stiftung Warentest in seiner Ausgabe 12/2013 herausgefunden.

Demnach sind beispielsweise die Kombinationsprodukte gegen Erkältungskrankheiten wenig geeignet. Sie sollen verschiedene Symptome gleichzeitig bekämpfen und enthalten dadurch auch mehr Wirkstoffe. Die aber ergänzen sich nicht sinnvoll oder belasten den Körper unnötig. Beispielsweise Wick MediNait. Der darin enthaltene Wirkstoff Ephedrin kann starke Nebenwirkungen hervorrufen. Ebenfalls enthalten ist Doxylamin, ein Antihistaminikum, das gegen Allergien und als Schlafmittel eingesetzt wird. Außerdem hat Wick MediNait einen Alkoholanteil von 18 Prozent. Der beeinflusst die negative Wirkung von Ephedrin und Doxylamin zusätzlich. Das Produkt unterdrücke nur die Symptome, statt zu helfen, heißt es im Testbericht.

Auch Gripppostad C - 2012 das meistverkaufte Kombinationsmittel - kommt nicht gut weg. Es enthält die Wirkstoffe Chlorphenamin, Paracetamol, Koffein und Vitamin C. Das Problem: Die Wirkstoffe machen müde. Um dem entgegenzuwirken, ist eben das Koffein beigemischt. Ob das funktioniert, ist nicht belegt.

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Auf Kombinationspräparate verzichten

Die Zeitschrift "Stiftung Warentest" empfiehlt dagegen, statt auf Kombiprodukte viel mehr auf einzelne Produkte zu setzen. Bei Schnupfen sind abschwellende Nasentropfen besser. Paracetamol hilft bei Kopf- und Gliederschmerzen. Die einzelnen Produkte lassen sich vor allem individuell absetzen. Kombinationspräparate werden hingegen so lange genommen, bis alle Symptome nachlassen - auch wenn manche Wirkstoffe schon längst überflüssig sind.

Zudem sind die Alternativen preiswerter. Während beispielsweise Wick DayMed knapp zehn Euro kostet (bei 20 Stück), kostet eine Packung Paracetamol 500 noch nicht mal einen Euro. Medikamente mit dem Wirkstoff Ibuprofen etwa 1,50 Euro. Nasenspray gibt es ab knapp zwei Euro. Der Hustenreizstiller von ratiopharm kostet nicht mal vier Euro. Ein Hustenlöser schon ab 3,50 Euro. Die einzelnen Präparate belasten den Körper zudem deutlich weniger.

Die Stiftung Warentest untersucht regelmäßig Medikamente, die oft über die Ladentheke gehen, darunter rund 2.000 rezeptfreie. Etwa 600 schneiden schlecht ab - auch acht der meistverkauften Kombinationspräparate.

Achten Sie also darauf, was Ihnen der Apotheker des Vertrauens verkaufen will. Und im Zweifelsfall: Gehen Sie zum Arzt, wenn die Symptome nicht besser werden.

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