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"Eine tickende Bombe": Gefährliche Keime in Schweinemett

07.10.13 13:12
Die Untersuchung von Schweinemett hat ergeben, dass 16 Prozent der Proben mit antibiotikaresistenten Keimen belastet waren. Es besteht ein erhöhtes Gesundheitsrisiko.Schweinemett kann antibiotikaresistente Keime enthalten - weil das Fleisch roh verzehrt wird, besteht eine erhöhte Infektions-Gefahr.
Foto: dpa bildfunk

Verzehr offenbar risikoreicher als gedacht

Der Verzehr von Schweinemett ist möglicherweise mit größeren Gesundheitsrisiken verbunden als bisher bekannt. Nach einem Medien-Bericht hat eine Untersuchung ergeben, dass rund 16 Prozent der Proben mit antibiotikaresistenten Keimen belastet sind. Weil Mett roh verzehrt wird, bedeutet dies ein potenzielles Risiko für Menschen. Es besteht die Gefahr, dass bei ihnen im Fall einer Erkrankung Antibiotika nicht mehr wirken.

Dem Bericht zufolge hatte ein Labor die Analyse im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion vorgenommen. Getestet wurden 50 Proben in zehn deutschen Städten. Belastet sei das Mett in acht Proben gewesen, unter anderem aus einer Bäckerei in Osnabrück sowie aus Discountern in Hamburg und Köln. Auch Proben in Leipzig, München und Essen hätten Rückstände der antibiotikaresistenten Keime aufgewiesen.

Der agrarpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff, hält die Entwicklung für dramatisch: "Antibiotikaresistente Keime auf roh verzehrtem Fleisch sind eine tickende Bombe", sagte er der Zeitung. Gefährliche Bakterien wie Salmonellen würden dadurch resistent gegen heute schon selten wirkende Antibiotika.

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Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung fördert Keime

Vermutet wird, dass die sogenannten ESBL-Keime - eine Abkürzung für bestimmte Enzyme - durch den Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung in das Fleisch gelangen. In großen Mastställen sind viele Tiere damit infiziert. Kritiker der Massentierhaltung fordern seit längerem, dass der Einsatz von Antibiotika eingeschränkt oder ganz verboten wird.

Nach Schätzungen sterben in Deutschland jedes Jahr etwa 30.000 Menschen, weil sie nicht mehr vollständig auf die Behandlung mit Antibiotika ansprechen.

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