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Diese Änderungen kommen 2013 auf uns zu

27.12.12 14:50
Das ändert sich 2013Patienten und Ärzte atmen auf: 2013 verschwindet die Praxisgebühr
Foto: dpa bildfunk

Praxisgebühr geht, Betreuungsgeld kommt

Die Praxisgebühr ist endlich weg, der Rentenbeitragssatz sinkt und im Sommer kommt das neue Betreuungsgeld. Für 2013 hat der Gesetzgeber wieder viele Neuerungen vorgesehen. Die wichtigsten Regelungen im Überblick:

10 Euro im Quartal für einen Arztbesuch - über die ungeliebte Praxisgebühr haben sich eigentlich fast alle geärgert: Patienten, Ärzte und sogar die gesetzlichen Krankenkassen. Dieses Bürokratiemonster wird jetzt abgeschafft. Wer ab dem 01.01.2013 als gesetzlich Krankenversicherter zum Arzt oder in die Notaufnahme muss, legt nur noch seine Versichertenkarte vor - fertig!

Hartz-IV-Empfänger erhalten ab dem 1. Januar eine höhere Grundsicherung. Ein Erwachsener bekommt 382 Euro im Monat (vorher 374 Euro). Für den Ehepartner bzw. Partner der Bedarfsgemeinschaft gibt es ebenfalls 8 Euro mehr, er bekommt 345 Euro. Die Sätze für Kinder und Jugendliche steigen um 2 bis 5 Euro. Junge Erwachsene über 25, die bei den Eltern oder in WGs wohnen, erhalten 306 Euro und damit 7 Euro mehr.

Arbeitnehmer und Unternehmen werden im neuen Jahr vom Staat entlastet. Zum Jahresanfang sinkt der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung von 19,6 Prozent auf 18,9 Prozent. Für die Arbeitnehmer bedeutet das vor allem: Etwas mehr Nettogehalt auf dem Konto.

Ab August 2013 kann das umstrittene Betreuungsgeld beantragt werden. Das ist für Eltern vorgesehen, die für ihre Kinder zwischen dem 15. und 36. Lebensmonat keine staatlich geförderte Betreuung in Anspruch nehmen. Das gilt nicht nur für Väter und Mütter, die ausschließlich zu Hause bleiben. Auch wenn beide Elternteile arbeiten gehen und aus eigener Tasche eine Tagesmutter bezahlen müssen, weil sie zum Beispiel keinen Kita-Platz finden, haben sie einen Anspruch auf das Betreuungsgeld. Geplant ist ein Betrag in Höhe von 100 Euro monatlich, der ab dem 1. August 2014 auf 150 Euro monatlich steigen soll.

Ebenfalls ab August 2013 haben alle Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kita oder auf eine Tagesmutter für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr. Das Problem: Schon jetzt ist abzusehen, dass die Kommunen nicht ausreichend Betreuungsplätze anbieten können.

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GEZ für alle

Ab dem 01. Januar 2013 erhebt die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) pro Haushalt eine Grundpauschale in Höhe von 17,98 Euro. Zahlen muss dann jeder Mieter oder Wohnungseigentümer. Egal, ob er tatsächlich ein Fernsehgerät besitzt oder ausschließlich Radio hört - den bisherigen Höchstsatz muss dann jeder zahlen. Empfänger von Sozialleistungen, wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder Grundsicherung, aber auch Studenten und Auszubildende, die BAföG beziehen, können sich mit einem Nachweis von der Gebühr befreien lassen.

Autofahrer müssen 2013 mit höheren Kosten rechnen. Die Beiträge für die Kfz-Versicherung ziehen stark an. Rund die Hälfte aller Pkw wird zum Jahreswechsel in eine neue Typenklasse eingestuft. Denn zum ersten Mal wird nicht nur das Alter des Versicherungsnehmers berücksichtigt, sondern auch das Alter des jüngsten Mitnutzers. Wer 2013 seinen Führerschein macht, bekommt ihn nicht mehr unbefristet ausgestellt. Nach 15 Jahren muss eine Verlängerung beantragt werden.

Viele Städte verschärfen außerdem die Regelungen für die Umweltzonen. So dürfen in Köln, Dortmund, Essen und vielen anderen Ruhrgebiets-Städten nur noch Fahrzeuge mit gelber und grüner Plakette einfahren. In Magdeburg, Heilbronn, Karlsruhe, Augsburg, Mannheim oder Heidelberg ist sogar nur noch für Fahrzeuge mit grüner Plakette die Zufahrt gestattet.

Die elektronische Lohnsteuerkarte kommt ab 2013, die Pappkarte ist Geschichte. Arbeitnehmer müssen aufpassen: Mit Ausnahme der Kinderfreibeträge und der Behinderten- und Hinterbliebenen-Pauschbeträge müssen alle weiteren Freibeträge für 2013 neu beantragt werden. Außerdem sollte jeder Arbeitnehmer seine Daten auf Richtigkeit überprüfen. Dazu kann sich jeder auf der Internetseite der Finanzbehörde www.elster.de zur Einsicht in die Steuerdaten freischalten lassen. Wer seine Einkommenssteuer vom Steuerberater machen lässt, muss tiefer in die Tasche greifen: Aufgrund der überarbeiteten Gebührenverordnung steigen die Kosten um durchschnittlich 15 Prozent.

Auch für Strom müssen Verbraucher wieder tiefer in die Tasche greifen. Die Ökostrom-Umlage steigt ab 2013 von 3,6 auf 5,3 Cent je Kilowattstunden. Für einen Durschnittshaushalt bedeutet das eine Mehrbelastung von 60 Euro im Jahr allein für diese Öko-Abgabe.

Schließlich erhöht auch die Post das Porto. Nach 15 Jahren gibt es folgende Preiserhöhungen: Der Standardbrief bis 20 Gramm wird ab dem 1. Januar 58 Cent kosten (bislang 55 Cent), der Maxibrief bis 1000 Gramm kostet 2,40 Euro (2,20 Euro), der Kompaktbrief ins Ausland wird von 1,45 Cent auf 1,50 Euro erhöht. Nachnahme und Eilbrief werden ebenfalls teurer, die restlichen Preise bleiben.

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