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Die neuen Unisex-Tarife: Fette Chance zum Sparen

10.10.12 17:04
Versicherungen bieten nur noch Unisex-TarifeAb dem 21. Dezember gibt es bei Versicherungs-Neuabschlüssen nur noch einheitliche Verträge für Männer und Frauen.
Foto: dpa bildfunk

Unisex-Tarife: Einheitliche Versicherungsprämien für Männer und Frauen

Der Countdown läuft: Bald gibt es nur noch Versicherungen mit einheitlichen Prämien für Männer und Frauen. Die Zeit bis dahin sollten Kunden nutzen, um sich günstige Prämien zu sichern.

Am 21. Dezember endet der Kalender der Maya. Dann geht die Welt sicher nicht unter, wie manche selbst ernannte Propheten vorhersagen, aber sie soll in ein neues Zeitalter eintreten. Und der Kalender hat ironischerweise Recht, denn zumindest die Welt der Versicherer und ihrer Kunden ändert sich mit diesem Datum tiefgreifend. Von da an dürfen alle Gesellschaften in der Europäischen Union nur noch die so genannten Unisex-Tarife anbieten, bei denen Männer und Frauen denselben Preis bezahlen.

Generell gilt: Bestehende Verträge bleiben von den anstehenden Änderungen unberührt, die Unisex-Regeln gelten nur für neue Versicherungen. Sie können Sparpotenziale aber auch echte Preissteigerungen bringen. Versicherte sollten bei der Umstellung deswegen genau beobachten, wie sich die Tarife entwickeln.

Wieso überhaupt unterschiedliche Tarife?

Für Männer werden Krankenversicherungen deutlich teurer, Frauen müssen für Risikolebensversicherungen mehr zahlen. Oder anders gesagt: Wer bis dahin handelt und einen Vertrag abschließt, spart unter Umständen kräftig.

Die Versicherer kalkulieren bisher unterschiedliche Prämien für Männer und Frauen – und das aus gutem Grund. Im Alter zwischen 30 und 45 Jahren sterben in Deutschland jährlich etwa 12.000 Männer, aber nur 6.000 Frauen. Folglich muss ein 30-jähriger Mann bisher deutlich mehr für eine Risikolebensversicherung bezahlen. Denn für den Versicherer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er die Todesfallsumme auszahlen muss, bedeutend höher.

Weil Männer in jüngeren Jahren seltener zum Arzt gehen müssen, zahlen sie weniger in der Krankenversicherung. Und wenn Frauen in einigen Berufen häufiger von Berufsunfähigkeit betroffen sind, ist ihre Prämie bei der Versicherung höher. Mit all diesen Geschlechterunterschieden ist aber ab dem 21. Dezember Schluss – zumindest bei Neuverträgen.