Die Milch macht’s, oder?
01.06.12
Das Image der Milch: Rein, nahrhaft und gesund.Foto: dpa bildfunk
Wie gesund ist Milch wirklich?
Bei der Milchproduktion steht Deutschland innerhalb der EU an erster Stelle. Im Jahr 2011 gaben über 4 Millionen Kühe insgesamt über 30 Millionen Tonnen Milch. Die Milch macht’s anscheinend. Sie gilt als nahrhaft und gesund. Nahrhaft ist sie auf jeden Fall. Aber ist sie auch gesund?
Milch enthält zwischen 3,5 und 5 Prozent Fett, 3,5 Prozent Eiweiß sowie Kohlehydrate, Vitamine und Kalzium – sie ist also nahrhaft. Ob die Milch allerdings so gesund ist wie ihr Image, ist fraglich.
Milch enthält zwischen 3,5 und 5 Prozent Fett, 3,5 Prozent Eiweiß sowie Kohlehydrate, Vitamine und Kalzium – sie ist also nahrhaft. Ob die Milch allerdings so gesund ist wie ihr Image, ist fraglich.
Milchunverträglichkeiten treten oft auf
Unbestreitbar ist: Milch ist für Kinder ideal. Ihr hoher Kalzium-Gehalt fördert das Wachstum gesunder Knochen, und die vielen essentiellen Milcheiweiße liefern die Bausteine für Muskeln und Gehirn. Erwachsene, die Milch vertragen, können von der blutfett-senkenden Wirkung profitieren. Möglich ist auch, dass Milch vorbeugend gegen Darmkrebs wirkt. Außerdem gibt es zahlreiche Milch-Diäten und die Nachtmilch als Schlummertrunk gegen Schlafprobleme.Recht weit verbreitet sind jedoch auf der anderen Seite Milchunverträglichkeiten. Während die meisten Kinder Milch sehr gut vertragen, sieht das bei Erwachsenen anders aus. In Deutschland fehlt 15 Prozent der Erwachsenen die Fähigkeit, Milchzucker zu verdauen. Man spricht dann von Laktose-Intoleranz. In Südfrankreich sind 65, in Südostasien sogar 98 Prozent der Bevölkerung betroffen.
Andere Herstellung - bessere Verträglichkeit
Sauermilch-Produkte wie Joghurt, Quark und Kefir sind – weil fermentiert oder vergoren - besser verträglich. Beim Gärprozess oder der Fermentierung wird der Milchzucker nämlich komplett zu Milchsäure abgebaut. Die Bakterien und Hefen des Fermentierungsprozesses konkurrieren außerdem im Darm mit den schädlichen Candida-Hefepilzen und drängen sie zurück. Dadurch fördern Joghurt und Kefir die Verdauung und stärken das Immunsystem.












