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Der große Gehaltsreport: Wer richtig gut verdient und wo sich Arbeit kaum lohnt

10.12.12 12:14
Der große GehaltsreportWenn das Gehalt stimmt, macht die Arbeit doppelt Freude.
Foto: Fotolia Deutschland

Dickes Gehaltsplus für Führungskräfte

Steigende Löhne und Arbeitnehmer, die für ihr Unternehmen unverzichtbar sind – in einigen Berufen und Branchen sieht es derzeit richtig gut aus. Der Gehaltsreport 2012/2013 zeigt, in welchen Berufen richtig Geld verdient werden kann und wo die Gehaltsaussichten nicht so rosig aussehen.

Rund 170.000 Gehaltsdaten für 150 Berufsgruppen hat das Magazin ‚Focus‘ analysieren lassen. Das überraschende Ergebnis: Im Durchschnitt stiegen die Gehälter seit 2011 um 7,1 Prozent. Und tatsächlich konnten die meisten Berufe einen Gehaltsanstieg verzeichnen – aber eben nicht alle.

Mit 30,5 Prozent schossen die Geschäftsführer-Gehälter in die Höhe. Im Schnitt verdient ein Geschäftsführer 12.117 Euro im Monat. Die enorme Steigerung hängt mit der guten Konjunkturlage in Deutschland zusammen. Doch damit sind die Geschäftsführer nicht einmal Topverdiener. Ein angestellter Chefarzt im Krankenhaus kommt im Schnitt auf 12.971 Euro im Monat. Hier stiegen die Gehälter um 13 Prozent. Top-Chefärzte kommen sogar auf ein Höchstgehalt von 43.748 Euro im Monat.

Auch sonst verdienen die Mediziner nicht schlecht: Oberärzte konnten eine Lohnsteigerung von 9,7 Prozent verzeichnen und belegen mit 8.064 Euro den siebten Rang unter den 150 Berufen. Mit 5.152 Euro im Monat ist hier das Einstiegsgehalt außerordentlich hoch. Ebenfalls unter den Top 20 befinden sich die Fachärzte, die auf einen Verdienst von 5.690 Euro (+5,1 Prozent) kommen.

Geringverdiener bekommen noch weniger

Im oberen Teil der Gehaltstabelle befinden sich vor allem Jobs mit Personal- und Führungsverantwortung. Gut verdienen IT-Leiter (8.186 Euro/+6,6 Prozent), Kaufmännische Leiter (9.037 Euro/+12,4 Prozent), Marketingleiter (8.347 Euro/+13 Prozent), Verkaufsleiter (8.471 Euro/+7,1 Prozent) oder Personalleiter (7.851 Euro/+9,8 Prozent).

Zu den Gewinnern gehören aber auch Berufe aus dem Versicherungsbereich. Versicherungsmathematiker erhalten im Schnitt 10,1 Prozent mehr Gehalt und kommen auf 5.020 Euro Monatseinkommen. Dahinter freuen sich Versicherungsmakler über 9,9 Prozent mehr Gehalt (4.027 Euro) und auch die Versicherungsberater (+9,0 Prozent/ 3.952 Euro) können mit der Entwicklung zufrieden sein. Auch die Gehälter der Content-Manager sind mit 12,5 Prozent überdurchschnittlich gestiegen (3.399 Euro).

Handwerks- oder Ausbildungsberufe verzeichnen weiterhin ein eher niedriges Einkommens-Niveau und mussten teilweise einen Gehaltsrückgang verkraften: So verdient eine Kassiererin 0,8 Prozent weniger und kommt mit einer Vollzeitstelle auf 1.855 Euro Monatseinkommen. Mit 2.110 Euro Monatseinkommen steht eine Altenpflegerin etwas besser da, aber auch sie musste einen Rückgang von 0,1 Prozent hinnehmen.

Am Ende der Gehaltstabelle befinden sich fast ausschließlich Berufe aus dem Gastro-Bereich. Zwar kann ein Koch auf eine moderate Steigerung von 2,7 Prozent blicken, aber mit 1.881 Euro ist der Verdienst nicht gerade üppig. Kellner belegen sogar mit einem Durchschnittsgehalt von 1.635 Euro den letzten Platz und müssen einen Rückgang von 0,7 Prozent hinnehmen. Ebenfalls auf Trinkgeld der Kundschaft müssen Friseurinnen und Kosmetikerinnen hoffen: Ihre Gehälter stiegen zwar um 2,3 Prozent, im Monat kommen sie insgesamt auf 1.662 Euro.