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Babyfone im Test: Auf die meisten ist kein Verlass

06.05.11
Babyfone im Test: Auf die meisten ist kein VerlassBabyfone im Test: Auf die meisten ist kein Verlass
Foto: deutsche presse agentur

Analoge Funktechnik enttäuscht

Eltern, aufgepasst! Wer sich auf sein Babyfon verlassen möchte, sollte es vorher ausgiebig ausprobieren. Denn nur zwei von 16 Babyfone konnten die Experten der Stiftung Warentest überzeugen. Bei einigen Geräten reichte der Empfang kaum ins Nachbarhaus, andere waren extrem störanfällig und kompliziert zu bedienen. Als Alternative zu den klassischen Babyfonen kommen auch Apps für Smartphones in Betracht.

Nur das Philips Avent SCD525 und da vtech CS 120 waren sicher zu bedienen und störfest gegenüber anderen Babyfonen. Die Störfestigkeit spielt eine große Rolle, wenn sich verschiedene Babyfone mit ihren Frequenzen überschneiden. Wenn es dumm läuft, finden die Geräte keinen Funkkanal und schalten die Verbindung einfach ab. Besonders rügten die Tester die Babyfone 'BM440 Eco Plus' und 'H+H MBF 1213'. Diese Geräte zeigten sich nicht nur besonders störanfällig, sondern alarmierten auch nicht bei versehentlichem Kanalwechsel oder beim Verlassen der Funkreichweite.

Im Gegensatz zu den Geräten mit analoger FM-Funktechnik bieten Modelle mit Dect-Technik bauartbedingt eine sichere Störfestigkeit und eine größere Reichweite. Die Dect-Technik hat sich seit Jahren bei digitalen Schnurlostelefonen etabliert. Doch auch hier sollte man keine Wunder erwarten. Je nach Beschaffenheit der Wände schaffen es auch diese Modelle gerade mal zwei Häuser weiter. Trotzdem konnte das 'Philips Avent SCD525' die Tester überzeugen und erhielt eine gute Note.

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App als Alternative

Einen unbegrenzten Empfang bieten dagegen Smartphones, die per App zum Babyfon 'umgerüstet' werden. Für das Iphone oder Android-Handys gibt es verschiedene Apps. Das Handy mit der App bleibt beim Baby und ruft die eingegebene Nummer an, wenn das Kind schreit. Die Eltern sollten vor allem prüfen, ob im Kinderzimmer und auch in der entsprechenden Empfangsörtlichkeit das Mobilfunknetz funktioniert.

Beispielhaft haben die Tester die Babyfon-App 'BabyPhone Deluxe' auf beide Betriebssysteme installiert. Die Iphone-Variante ist sehr leicht zu bedienen, bietet aber keine Stummschaltung. Eingehende Anrufe könnten das Kind wecken. Die Android-Version ist mit 1,99 Euro nicht nur einen Euro günstiger, sondern schaltet das Handy automatisch stumm.

Vor elektromagnetischen Feldern sollten sich Eltern nicht übermäßig sorgen. Zwar werben einige Hersteller mit einer Reduzierung von Elektrosmog, die Belastung ist aber bei allen Modellen äußerst gering. Vielmehr beeinträchtigt die reduzierte Sendeleistung die Empfangssicherheit. Auch ist die Benutzung eins Handys als Babyfon ist in den Augen der Experten unbedenklich, wenn sich das Gerät in einem Abstand von ein bis zwei Metern zum Baby befindet.

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