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Autobesitzer aufgepasst: Betrug mit gefälschten Schadensmeldungen

25.07.12
Kriminelle betrügen mit falschen SchadensmeldungenMit persönlichen Daten der Autobesitzer geben Kriminelle falsche Schadensmeldungen ab und machen Kasse.

Am Telefon ausquetschen lassen

Das eigene Auto zum Verkauf in ein Onlineportal stellen – Millionen Deutsche machen davon Gebrauch. Was soll da schon schief gehen? Ziemlich viel! Denn immer häufiger werden ahnungslose Autoverkäufer Opfer von Kriminellen. Die neueste Abzock-Masche: Die Daten der Verkäufer werden genutzt, um Versicherungsbetrüge zu begehen.

Margitta Braasch ist eines der Opfer. Auch sie wollte nur ihren Wagen verkaufen, fotografiert das Auto und stellt die Bilder und ihre Kontaktdaten ins Netz. Alles ganz normal, glaubt sie. Doch dann flattert der Frau plötzlich ein Schreiben ihrer Versicherung ins Haus: „Ich hab eine Rechnung von der DEVK bekommen. Darin stand, dass in meinem Wagen eine neue Scheibe eingebaut wurde."

Doch die hat Margitta Braasch nie einbauen lassen. Noch seltsamer: Das Konto, auf das der Betrag von 1207,45 Euro fließen soll, ist nicht ihr eigenes. Ein Unbekannter hat die Schadensmeldung gefälscht. Besonders schlimm: Sie hat dem Betrüger dabei auch noch unbewusst geholfen, indem sie sich bei einem vermeintlichen Verkaufsgespräch am Telefon ausquetschen ließ.

Worauf beim Autoverkauf im Internet geachtet werden sollte

Mit Hilfe der Daten, die Margitta Braasch dem Anrufer gibt und dem Kennzeichen, das auf den Bildern im Internet für jeden sichtbar ist, hat der Mann alle Informationen, die er für den Versicherungsbetrug braucht. Sollte das Auto nicht verkauft werden, kann der Betrüger einen Schaden nach dem anderen melden.

Und das kann weitreichende Folgen haben. Bereits nach zwei, drei Schäden in einem Jahr drohen dem Versicherungsnehmer eine höhere Prämie oder eine höhere Selbstbeteiligung. Im schlimmsten Fall kann der Versicherer den Vertrag sogar kündigen.

Um dieser Masche nicht selbst auf den Leim zu gehen, sollte beim Autoverkauf im Internet auf folgende Punkte geachtet werden:

- Kein Kennzeichen im Internet veröffentlichen
- Auf gar keinen Fall den Namen der Versicherung nennen
- So wenige persönliche Daten wie möglich preisgeben

Für Margitta Braasch kommen diese Tipps zu spät. Gegen den Betrüger ermittelt inzwischen die Staatsanwaltschaft.

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