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Alle Fakten zum E10-Sprit

26.08.11
Was ist so besonders am Bio-Benzin?
Foto: dpa bildfunk

Was ist so besonders am Bio-Benzin?

Die meisten Tankstellen bieten die Benzin-Sorte E10 an. Greifen Sie aber nicht direkt zum Zapfhahn, auch wenn der Treibstoff besonders umweltfreundlich und günstig sein soll. Denn nicht alle Autos vertragen den neuen Sprit. Und das sollten Sie sonst noch über den Kraftstoff wissen.

Was ist das Besondere an E10?
E10 gilt als Bio-Benzin, weil er besonders viel pflanzliches Ethanol enthält. Herkömmlichem Sprit wird fünf Prozent Ethanol beigemischt, während in E10 bis zu zehn Prozent Ethanol stecken (daher auch der Name 'E10'). Bei der Herstellung von Ethanol fallen weniger Treibhausgase an, weil es nicht aus Erdöl, sondern aus angebauten Pflanzen gewonnen wird.

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Fehlbetankungen führen zu Motorschäden

Warum wurde E10 überhaupt eingeführt?
Ziel der Einführung des neuen Super-Benzins war eine langfristige Verbesserung der Umweltbilanz der Autofahrer. "Wir wollen mit der Erhöhung des aus Pflanzen gewonnenen Biosprits den CO2-Ausstoß der Autoabgase senken und damit auch die knapper werdenden Erdölreserven schonen", sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen bei der Einführung.

Welche Autos vertragen E10-Benzin?
Etwa 90 Prozent der zugelassenen Benziner vertragen den E10-Sprit. Bei den restlichen zehn Prozent ist aber Vorsicht geboten. Bei Fehlbetankung kann es zu Motorschäden kommen. Wer sich nicht sicher ist, ob sein Fahrzeug E10 verträgt, sollte beim Hersteller nachfragen oder sich auf der Internetseite des ADAC unter www.adac.de/e10 informieren.

Was ist bei einer Fehlbetankung zu tun?
Wenn aus Versehen E10 getankt wurde, obwohl das eigene Auto den Bio-Kraftstoff nicht verträgt, geraten viele Autofahrer in Panik. Der Hersteller Opel weist darauf hin, dass eine einmalige Fehlbetankung nicht weiter schlimm ist, sofern umgehend ethanolarmer Kraftstoff nachgetankt wird. Auch die Autohersteller Mercedes und Ford sehen für ihre Modelle, die kein E10 vertragen, eine einmalige Fehlbetankung als unkritisch an. Sie empfehlen ebenfalls, so schnell wie möglich E5 - d.h. herkömmlichen Sprit nachzutanken.

Alle anderen Autohersteller erklären jedoch recht deutlich, dass eine Fehlbetankung mit E10 von dafür nicht freigegebenen Fahrzeugen schädlich ist und zu Motorschäden führen kann. Der ADAC empfiehlt, die verbindlichen Angaben der Hersteller zu befolgen.

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